Schon Jahre vor der Diagnose von Diabetes können die Blutfette erhöht sein und ein erstes Anzeichen für einen möglichen Diabetes geben. Blutfette werden mithilfe von Messungen von Cholesterin niedriger (engl. low density lipoprotein; LDL) und hoher Dichte (engl. high density lipoprotein; HDL) sowie der Triglyceride charakterisiert.
Vereinfacht spricht man häufig von einem erhöhten Cholesterinwert, das bedeutet, das „schlechte“ Cholesterin (LDL-Cholesterin) steigt bei Diabeteserkrankten an, während das „gute“ Cholesterin (HDL-Cholesterin) weniger zum Tragen kommt. LDL-Cholesterin besteht zu 50 Prozent aus Cholesterin und lagert sich in den Blutgefäßen ab, daher können sie schädigenden Einfluss auf das Blut-Kreislauf-System haben. HDL dagegen transportiert das abgelagerte Cholesterin zur Leber zurück und wirkt so als Schutzsystem zum Beispiel vor Arteriosklerose. Triglyceride sind Neutralfette. Wenn diese erhöht im Blut vorliegen, kommt es zu einer Reduktion des HDL-Cholesterins. Das ist meist der Fall, wenn zu viel Zucker und Alkohol eingenommen werden. Hohe Werte an Triglyceriden stellen ebenfalls ein erhöhtes Arterioskleroserisiko dar. Optimale Werte hinsichtlich der drei Blutfette sind für LDL-Cholesterin 100 Milligramm pro Deziliter, für HDL-Cholesterin 35 und für Triglyceride unter 150 Milligramm pro Deziliter -in nüchternem Zustand.