Welche Rolle spielen Hormone bei der Hautalterung?

Während der Hautalterung spielt vor allem auch der Hormonhaushalt eine Rolle. Da die Haut ein endokrines Organ ist, hat sie die Fähigkeit, selbst Hormone zu produzieren. Diese tragen zu Veränderungen während des Alterungsprozesses bei.


Die Haut ist ein endokrines Organ, das bedeutet, sie kann Hormone produzieren. Diese Hormone sind wichtig für die Synthese vor allem von Sexualhormonen, den Insulinlike Growth Factor-I und II (IGF-I, II) und Vitamin D. Ein Nebeneffekt der Verlängerung der Lebensperiode des Menschen führt zu einer deutlich längeren Lebensphase oberhalb der Reproduktionszeit. Dies bedeutet, dass der Mensch über mehrere Jahre in einer Hormonmangelsituation lebt.

Inneres Hautmilieu nimmt Schaden

  • Durch die Reduktion der Sexualhormone in und nach der Menopause beziehungsweise beim partiellen Androgen-Defizit des alternden Mannes (PADAM) ist auch die Haut, besonders die extrazellulären Matrixbestandteile, betroffen. Dieser altersbedingte Hormonmangel hat eine Veränderung der Kollagenstruktur zur Folge.
  • Hormone nehmen eine wichtige Funktion bei der Hauthomöostase ein, das bedeutet, sie wirken bei der Konstanthaltung des inneren Milieus wie beispielsweise dem Temperaturausgleich mit. In alternder Haut reduziert sich somit die Fähigkeit den Hautdruck oder die Temperatur stabil zu halten.

Hormone nehmen ab

  • Die Konzentrationen einer Reihe von Hormonen nehmen mit zunehmendem Alter ab. Bei Männern kommt es ab dem 20. Lebensjahr zu einer kontinuierlichen Abnahme der Wachstumshormone (engl. Growth hormon (GH)) und Dehydroepiandrosteron (DHEA). Ebenfalls wird Testosteron und IGF-I reduziert, jedoch verläuft diese Abnahme weniger stark.
  • Bei Frauen nimmt der Östrogenspiegel nach der Menopause bis zum 60. Lebensjahr drastisch ab. Auch Progesteron wird weniger gebildet, dieses Hormon steuert die männlichen Sexualhormone (Androgene).

Folgen der Hormonabnahme

  • Die hormonelle Hautalterung hat Veränderungen in der Epidermis wie auch in der Dermis zur Folge. Vor allem Hauttrockenheit sowie Hautblässe und Elastizitätsverlust sind Beispiele für die Auswirkungen der Hormonverschiebung.
  • Die endokrine Hautalterung führt zu einer Schwächung der Haut in allen Schichten und Hautanhangsgebilden. Daher verändert sich zum Beispiel auch die Fettverteilung im Unterhautgewebe.