Die Haut ist ein endokrines Organ, das bedeutet, sie kann Hormone produzieren. Diese Hormone sind wichtig für die Synthese vor allem von Sexualhormonen, den Insulinlike Growth Factor-I und II (IGF-I, II) und Vitamin D. Ein Nebeneffekt der Verlängerung der Lebensperiode des Menschen führt zu einer deutlich längeren Lebensphase oberhalb der Reproduktionszeit. Dies bedeutet, dass der Mensch über mehrere Jahre in einer Hormonmangelsituation lebt.
Inneres Hautmilieu nimmt Schaden
Durch die Reduktion der Sexualhormone in und nach der Menopause beziehungsweise beim partiellen Androgen-Defizit des alternden Mannes (PADAM) ist auch die Haut, besonders die extrazellulären Matrixbestandteile betroffen. Dieser altersbedingte Hormonmangel hat eine Veränderung der Kollagenstruktur zur Folge. Hormone nehmen eine wichtige Funktion bei der Hauthomöostase ein, das bedeutet, sie wirken bei der Konstanthaltung des inneren Milieus, wie beispielsweise dem Temperaturausgleich, mit. In alternder Haut reduziert sich somit die Fähigkeit den Hautdruck oder die Temperatur stabil zu halten.
Hormone nehmen ab
Die Konzentrationen einer Reihe von Hormonen nehmen mit zunehmendem Alter ab. Bei Männern kommt es ab dem 20. Lebensjahr zu einer kontinuierlichen Abnahme der Wachstumshormone (engl. Growth hormon (GH)) und Dehydroepiandrosteron (DHEA), ebenfalls wird Testosteron und IGF-I reduziert, jedoch verläuft diese Abnahme weniger stark. Bei Frauen nimmt der Östrogenspiegel nach der Menopause bis zum 60. Lebensjahr drastisch ab. Auch Progesteron wird weniger gebildet, dieses Hormon steuert die männlichen Sexualhormone (Androgene).
Folgen der Hormonabnahme
Die hormonelle Hautalterung hat Veränderungen in der Epidermis, wie auch in der Dermis zur Folge. Vor allem Hauttrockenheit, sowie Hautblässe und Elastizitätsverlust sind Beispiele für die Auswirkungen der Hormonverschiebung. Die endokrine Hautalterung führt zu einer Schwächung der Haut in allen Schichten und Hautanhangsgebilden, daher ändert sich zum Beispiel auch die Fettverteilung im Unterhautgewebe.