Wenig und langsam: Ernährungsumstellung nach dem Fasten

Nach dem Fasten ist ein guter Moment, um seine Ernährung umzustellen. So bleibt das positive Körpergefühl noch viel länger erhalten.


Die Fastenkur ist vorbei, jetzt darf wieder geschlemmt werden – denkste! Keinesfalls sollte man seinen Körper nach dem Fasten mit einem Schlemmermenü oder gar viel Schokolade belasten. Stattdessen folgen nach dem Fasten einige Aufbautage, in denen man seinen Körper mit kleinen Portionen wieder an das Essen gewöhnt. Isst man gleich wieder zu viel oder zu fett, kommt es zu Magenkrämpfen oder gar Koliken, auch Probleme mit dem Kreislauf oder eine starke Gewichtszunahme treten häufig auf.

Aufbauzeit ist wichtig
Der Körper braucht seine Zeit, bis er sich wieder an das Essen gewöhnt hat. Um zu errechnen, wie lange die Aufbauzeit sein sollte, teilt man die Anzahl der Fastentage durch drei. Haben Sie also besipielsweise 14 Tage gefastet, sollten darauf etwa fünf Aubautage folgen. Doch wer nur für einige Tage gefastet hat, sollte trotzdem mindestens zwei bis drei Aufbautage einrechnen. Ansonsten belastet man den Stoffwechsel zu stark.

So isst man richtig
Eine dauerhafte Ernährungsumstellung kann man am besten anch dem Fasten beginnen. Essen Sie also so langsam wie möglich und hören Sie wirklich auf, wenn Sie satt sind. Kauen Sie gründlich, sodass das Gekaute flüssig wird und gönnen Sie sich kleine Portionen. Verzichten Sie am besten vollständig auf Schwerverdauliches. Fleisch, Fastfood und Fertiggerichte sind also ersteinmal tabu. Essen Sie außerdem so wenig Salz wie möglich. Der Organismus ist durch das Fasten nämlich stark entwässert, das Salz bindet jedoch große Mengen an Wasser. Dadurch fühlt sich der Faster nach der Leichtigkeit des Fastens sofort wieder schwer und aufgedunsen.
Auch auf Zucker, Alkohol, Kaffee und Zigaretten verzichten Sie am besten komplett.
Diese Regeln sollten am besten auch für die Zeit nach den Aufbautagen gelten, sodass der Körper sich auf eine Vollwerternährung einstellt und das positive Körpergefühl des Fastens erhalten bleibt.

Viel trinken
Trinken Sie möglichst viel, mindestens aber ein bis zwei Liter täglich. So können sich die Schleimhäute des Verdauungstrakts durchfeuchten, außerdem hilft die Flüssigkeit den Kreislauf zu stabilisieren. Am besten trinken Sie zwischen den Mahlzeiten statt währenddessen, so werden die Verdauungssäfte nicht zu stark verdünnt.

Kleine Portionen
Zum Frühstück empfiehlt sich Knäckebrot mit Kräuterquark oder ein Müsli mit Quark oder Milch, dazu einen Apfel oder ein paar Pflaumen. Trinken Sie dazu ein Glas Buttermilch. Mittags machen Sie sich eine keine Portion Pellkartoffeln mit Kräuterquark, dazu Karotten oder einen Rohkostsalat.
Zum Abendbrot empfiehlt sich wieder Knäckebrot mit Quark oder Hüttenkäse, dazu Naturjoghurt mit Honig und Leinsamen und einen Apfel.
Der Darm braucht jedoch seine Zeit, bis er wieder normal arbeitet. Doch spätestens am dritten Aufbautag sollte die Verdauung wieder ganz normal funktionieren. Für einen regelmäßigen Stuhlgang empfehlen sich Backpflaumen, Leinsamen, Müsli, Sauerkrautsaft und Buttermilch. Auch Bewegung schadet nicht. Die hilft auch gegen ein allgemeines Müdigkeitsgefühl, das nach dem Fasten normal ist, da der Körper viel Energie für die Verdauung aufwenden muss. Am dritten Aufbautag sollte es Ihnen dann aber wieder besser gehen.