Für ein Großteil der Deutsche bedeutet Schlafen keine Erhohlung, ganz im Gegenteil. Zu den Einschlaf-, und Durchschlafproblemen kommen körperliche Wehwechen hinzu, die einen erholsamen Schlaf im Keim ersticken. Denn in vielen Fällen verursacht die falsche Matratze Rückenschmerzen. Aus diesem Grund muss die Matratze sorgfältig ausgewählt werden.
Verhindern, dass die Matratze Rückenschmerzen verursacht
Die Matratze soll in Verbindung mit dem geeigneten Lattenrost die Regeneration des Körpers unterstützen. Um dies zu gewährleisten, sollte die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Form auch beim Liegen beibehalten können und zwischen Kopf und Steißbein eine durchgängig gerade Linie bilden. Auch bei Menschen, die auf der Seite schlafen, müssen Schulter und Becken so tief einsinken können, dass die Wirbelsäule eine gerade Linie einnimmt.
Höhe der Matratze ebenfalls wichtig
Je höher sie ist, umso eher werden Stauchungen vermieden. Diese entstehen, wenn die Füllung der Matratze dem Druck des Schläfers nicht mehr nachgeben kann. So sollte eine Matratze eine Mindesthöhe von 16 Zentimetern besitzen.
Hart oder weich?
Lange Zeit empfahlen Ärzte harte Matratzen, damit sich die Wirbelsäule durch eine mögliche Muldenbildung nicht biegt oder sich verschiebt. Dies trifft jedoch nur zu einem Teil zu. Die Matratze sollte weder zu weich noch zu hart sein. Der Härtegrad sollte somit je nach Gewicht und Körpergröße ausgesucht werden, um eine optimale Lage zu gewährleisten.
Fakt ist jedoch, dass Menschen mit Bandscheibenvorfällen eine harte Matratze bevorzugen sollten und ältere Menschen lieber eine weichere.
Stichwort: Punktelastizität
Viel wichtiger als die Härte der Matratze sind deren besondere Eigenschaften, so sollte viel Wert auf die Punktelastizität einer Matratze gelegt werden. Punktelastizität meint, dass die Matratze den Körper punktgenau aufnimmt. Wenn ein Körperteil auf die Matratze trifft, darf sich keine „talartige Delle“ bilden, sonst werden die benachbarten Körperteile nicht mehr voll unterstützt und aufgefangen, die Muskeln werden angespannt, folglich treten Rückenbeschwerden auf. So gibt eine punktelastische Matratze genau an den Stellen des Körpers nach, die Rundungen aufweisen, wie Kopf, Schultern oder Po. Die Muskeln erschlaffen und der Körper entspannt.
Vorteile haben auf diesem Gebiet Matratzen aus Latex oder Schaumstoff, da sie von Natur aus sehr elastisch sind. Traditionelle Materialien wie Wolle oder Rosshaar hingegen büßen leicht bis stark an Elastizität ein.
Zudem kommt es aber auch auf die richtige Rückfederung an, die im Zusammenspiel von der richtigen Punktelastizität und dem richtigen Härtegrad gewährleistet wird. Im Schlaf wechselt jeder Mensch bis zu 80 mal die Schlafposition. Damit die Bewegungen leicht fallen, und der Körper sich optimal erholen kann, muss eine Rückfederung gewährleistet sein. Ist die Matratze also zu weich nützt auch die beste Punktelastizität nichts. Es tritt ein Hängematteneffekt ein, der dazu führt, dass Sie mit starken Rückenschmerzen aufwachen, da sich der Körper in der Mulde nicht ausreichend bewegen konnte.
So sollte zwar auf eine gute bis sehr gute Punktelastizität geachtet werden, aber auch auf den richtigen Härtegrad, bei dem vor allem das Körpergewicht entscheidend ist.
Auf das Lattenrost achten
Doch nicht nur die Matratze ist wichtig. Eine richtige Schlafunterlage ist erst mit dem passenden Lattenrost gegeben, der das Feintuning übernimmt. Dabei gibt es jedoch nicht das Lattenrost, da dieses immer individuell zur Matratzenart passen muss. So brauchen einige ein nachgibiges Lattenrost, andere ein formstabiles. Um hier nicht die falsche Wahl zu treffen, sollten Sie sich in jedem Fall beraten lassen.