Wer bezahlt die Hochzeit? - Hochzeitstraditionen

War es früher Usus, dass die Eltern beziehungsweise der Vater der Braut für die Gesamtkosten der Hochzeit aufkommen musste, hat sich diese Tradition mittlerweile zur Erleichterung vieler Männer mit Töchtern im heiratsfähigen Alter verabschiedet.


War es früher generell üblich, dass der Brautvater für die Kosten der Hochzeit aufkommt, so bezahlt die Hochzeit nun das Brautpaar selbst und wird dabei von den Familien unterstützt.

Die traditionelle Aufteilung der Hochzeitskosten

  • Der Brautvater bezahlt die Hochzeit mit Ausnahme der Austattung des Bräutigams - diese Tradition kommt daher, dass in früheren Zeiten die Brautleute meist jung waren, bei den Eltern lebten, noch nicht oder erst kurz im Berufsleben standen und deswegen nicht genügend Geld hatten, um sich die Hochzeit sowie den Einzug in ein gemeinsames Leben zu finanzieren.
  • Heute lassen sich die Paare meist länger Zeit bis sie den Schritt vor den Traualtar wagen und stehen somit schon recht fest in ihrem eigenen Leben Somit bezahlt die Hochzeit jeder zu einem Teil, das heißt die Brautleute zusammen mir deren Eltern.
  • Es empfiehlt sich auf jeden Fall vorab, gemeinsam einen Hochzeitsplan mit Checkliste zu gestalten und die Aufteilung genau abzusprechen und zu fixieren. Es folgt nun eine traditionelle Aufteilung der Kosten, die aber in jedem Fall als Idee, nicht aber als Verpflichtung gesehen werden soll!

Die Brauteltern

  • Eigentlich bezahlt die Hochzeit nach wie vor die Familie der Braut. So übernehmen ihre Eltern meist die Kosten für das Brautkleid mit allen Accessoires, außer den Schuhen, die Drucksorten (sprich Einladungen, Tischkarten, Menükarten), den Blumenschmuck, die Bouquets der Kranzlbräute, die Tafel und Musik, den Fotografen sowie das Brautauto oder die Kutsche. Einen wichtigen Höhepunkt darf das Brautelterpaar auch noch übernehmen, denn es bezahlt die Hochzeitstorte.

Die Eltern des Bräutigams

  • Die zukünftigen Schwiegereltern der Braut kommen im Vergleich zu deren Eltern relativ günstig davon. Sie sollten für ihre eigene Kleidung und eventuell die Hochzeitsreise aufkommen.

Der Bräutigam

  • Der Bräutigam hat in jedem Fall seinen eigenen Polterabend zu finanzieren. Weiters ist er für die Ringe, seine Bekleidung, den Brautstrauß und die Anstecksträußchen verantwortlich.
  • Wird die Hochzeit sehr traditionell gehalten, sollte er sich noch um ein Geschenk für die Braut als Morgengabe kümmern. Sofern sich nicht seine Eltern darum kümmern, bezahlt die Hochzeitsreise der Bräutigam.

Die Braut

  • Wie ihr zukünftiger Mann muss auch die Braut für ihren Polterabend selbst aufkommen. Da sich ihre Eltern im Großen und Ganzen um das Kleid kümmern, muß sich die Braut nur noch die passenden Schuhe besorgen. Ebenso wie der Bräutigam besorgt sie bei traditionellen Feiern diesem eine Morgengabe.

Die Rolle der Trauzeugen und Kranzlbräute

  • Da nun der Hauptteil der Ausgaben bereits gedeckt sein sollte, bleibt es den Trauzeugen und Brautjungfern nur, sich um das eigene Gewand sowie die Zeche beim Brautstehlen zu kümmern.