Werbung blocken im Browser – so geht’s

Das Surfen im Internet kann dank Werbefenster, Banner und Banderolen mühsam werden. Dank kleiner Browserzusätze kann man Werbung blocken


Jeder Internetnutzer kennt das Problem, dass sich auf jeder Seite Werbung aufdrängt. Animierte Banner stören beim Lesen, weil man zwangsläufig ständig wahrnimmt, Pop-Ups-Fenster öffnen sich zum Teil in Kette, und Banderolen versperren den eigentlichen Inhalt. An oberster Stelle der Nervtöter steht Flash-Werbung, die den Abschalt-Button so versteckt, dass man suchen muss. Ein Irrglaube der Werbefachleute ist, dass man die Werbung dann länger wahrnimmt. Geht natürlich nicht, denn man ist nicht auf die Werbung, sondern auf die Suche nach dem erlösenden X fixiert. Eine ähnliche, nicht ganz feine Variante sind Banner, die beim Drücken des X nicht geschlossen werden, sondern ein neues Fenster öffnen. Man kann glücklicherweise mit den richtigen Programmen fast die komplette Werbung blocken, die einem da entgegenschlägt. Viele nutzen die Möglichkeiten gar nicht voll aus oder kennen Sie nicht.

Um nachhaltig Werbung blocken zu können, reicht Pop-ups verhindern nicht aus
Kein Browser wird heutzutage ohne Pop-up-Blocker ausgeliefert. Eine gewisse Zeit konnte man so auch Werbung blocken. Durch die rasante Entwicklung der Internetprogrammierung mit ihrer Vielzahl an Skriptsprachen werden diese Helfer häufig galant umgangen. In den letzten Jahren hat sich ähnlich dem Virus-Antivirus-Kampf ein Wettstreit zwischen Werbeprogrammierern und Anti-Werbung-Programmierern entwickelt. Der Nutzer merkt dies zum Teil daran, dass Werbung ihm immer aggressiver und rücksichtsloser aufgedrängt wird. Der Pop-up-Blocker ist nicht unwirksam und hilft auf jeden Fall einen Großteil der Ads, wie Werbung fachtechnisch heißt, zu filtern. Für moderne Skriptsprachen ist aber nicht schwer, den Helfer zu umgehen und trotzdem Fenster zu öffnen. Oder man bedient sich einfach einer Technik, die kein neues Fenster öffnet, sondern am Blocker vorbei eine Flash-Anwendung startet, die dieser nicht verhindern kann. Dafür gibt es mittlerweile Flash-Blocker, die zumindest die meistgenutzten Browser von Haus aus mitbringen oder per Addon zugeladen werden können.

Verständnisprobleme dank Sprachbarriere
Ein bisschen Englischkenntnisse können helfen, sich durch die Einstellungsmöglichkeiten zu kämpfen. Die Standardeinstellung ist zwar gut, aber es geht immer noch ein bisschen schärfer. Script-Blocker können extrem effektiv Werbung blocken, indem sie die entsprechenden Skripte einfach nicht durch den Browser verarbeiten lassen – kein Skript, keine Werbung. Ein anderes Werkzeug, das mittlerweile für drei große Browser zu haben ist, ist der Ad-Blocker. Anhand einer Liste, die der Programmierer hinterlegt hat, wird die gesamte Werbung einer Seite blockiert. In der Liste stehen Domain-Namen oder deren Fragmente mit Platzhaltern. Den vorhanden Listen oder Filtern können weitere hinzugefügt werden.

So einfach kann man Werbung blocken?

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Jein. Einfach ist es, weil man die benötigten Browserzusätze einfach nur installieren und aktivieren muss. Nicht einfach ist, dass man die Helfer auch einstellen muss. Denn, wenn Skripte nicht ausgeführt werden, kann das Werbung blocken, aber Skripte werden auch benötigt, um Anmeldevorgänge durchzuführen, gewollte Anwendungen im Browser zu starten, wie die Wiedergabe von multimedialen Inhalten oder Spiele. Ganze Shopseiten werden unbrauchbar ohne Skripte oder Flash-Unterstützung. Wenn man sich in den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten nicht gut zurechtfindet, bieten die Hilfsprogramme die Möglichkeit, den Nutzer entscheiden zu lassen. Die Inhalte werden geblockt, aber mit der Option, dass der Nutzer mit einem Mausklick eine bestimmte Aktion zulassen kann. So kann man Werbung blocken und wichtige Inhalte trotzdem sehen. Die ganze Sache mit dem Werbung blocken hat allerdings einen kleinen Hinkefuß: Werbung hilft, Inhalte im Netz kostenlos anzubieten. Server, Programmierer, Bandbreite, das alles kostet Geld. Und die wird durch das Anzeigen oder Anklicken von Werbung finanziert.