Widerspruchsschreiben fürs Arbeitsamt aufsetzen: die wichtigsten Punkte

Wer beim Arbeitsamt finanzielle Unterstützung beantragt hat und mit dem Bescheid nicht einverstanden ist, kann ein Widerspruchsschreiben verfassen und einreichen.


Wenn man beispielsweise seinen Job verloren hat und auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz ist, wird man vom Arbeitsamt unterstützt. Es steht den Arbeitslosen eine Online-Datenbank zur Verfügung, in der sie nach interessanten Stellenangeboten suchen können, außerdem erhalten sie in der Zeit, in der sie kein beruflichen Einkommen haben, finanzielle Unterstützung. Für die Beantragung dieser Gelder gibt es Formulare, nach der Einreichung und der Bearbeitung wird dem Arbeitslosen ein Bescheid über die Höhe der finanziellen Leistungen zugestellt. Sollte der Arbeitslose nicht mit der Berechnung einverstanden sein, kann er gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Wenn man ein Widerspruchsschreiben verfasst, muss man einige wichtige Aspekte beachten.

Aufbau und Inhalt
Ein Widerspruchsschreiben ähnelt bezüglich des Aufbaus einem normalen Brief. Der Verfasser muss im Briefkopf seinen vollständigen Namen, die Adresse und gegebenenfalls weitere Kontaktdaten angeben und auch den Adressaten des Widerspruchs nennen. Des Weiteren ist die Angabe des Datums unerlässlich. Es ist üblich in einer Betreff-Zeile das Anlegen zu benennen und die Kundennummer oder die Nummer der Bedarfsgemeinschaft anzugeben. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass der Widerspruch möglichst schnell dem verantwortlichen Sachbearbeiter zugestellt wird. Der Fließtext sollte sich durch Sachlichkeit und Verständlichkeit auszeichnen. Es ist empfehlenswert, das Schreiben mit einer kurzen Erläuterung des Sachverhaltes zu beginnen. Es sollten Antworten auf die bekannten W-Fragen gegeben werden: Wer? Was? Wann? Wo? Dann folgt die Darstellung der vermeintlichen Unstimmigkeit. Der Verfasser gibt Auskunft darüber, mit welcher Entscheidung des Sachbearbeiters er nicht einverstanden ist und wodurch sich seine Auffassung begründet. Eine sachliche und höfliche Wortwahl ist wichtig. Unter dem Fließtext befindet sich die Grußformel, dann folgt die handschriftliche Unterschrift.

Die äußere Form
Wenn man ein Widerspruchsschreiben verfasst, muss man nicht nur den Aufbau und Inhalt beachten, sondern auch die äußere Form. Da mittlerweile fast jeder über Computer und Drucker besitzt, wird erwartet, dass das Schreiben mit dieser Technik erstellt wird, ein Zwang ist dies aber nicht. Wem diese Geräte nicht zur Verfügung stehen, kann das Widerspruchsschreiben auch per Hand schreiben, in diesem Fall gilt es jedoch besonders auf die Lesbarkeit zu achten.