Wie aus Schwäche ein Modevorteil wird: Brille als Accessoire

Lange Zeit galten Brillenträger als unsexy und langweilig. Doch nun können sie aufholen, denn die Brille kann geschickt als modisches Accessoire eingesetzt werden.


Brillen galten lange Zeit als Bürde. Sie hatten den funktionellen Vorrang – die Ausgleichung der Sehschärfe aber „verunstalteten“ selbst hübsche Gesichter. An die Anpassung der Form an das Gesicht wurde weniger Wert gelegt. Hinzu kam, dass Menschen mit einer starken Sehschwäche glasflaschenbodengroßen Brillengläser auf der Nase tragen mussten.

Image als Brillenschlange
Erst vor kurzem war die Technik so weit entwickelt, dass auch Gläser für solche Sehschwächen dünn hergestellt werden können. Auch wird seit einigen Jahren viel Wert auf die richtige Passform gelegt. So sollten Menschen mit ovalen und runden Gesichtern eckige Brillen tragen und umgekehrt. Die Devise lautet „Gegensätzlich macht harmonisch“.

Doch auch nachdem die Brillen richtig an das Gesicht angepasst wurden galt das alte Imageproblem für den Ottonormalverbraucher weiterhin. Brillenträger gelten als Streber, als streng und konservativ, kurz als Sonderlinge.

Mut zur Schwäche
Mittlerweile ist der Modemarkt jedoch soweit, dass er Brillen als Accessoires mit einbaut. Gestelle werden immer leichter und ausgefallener. Mittlerweile gibt es für jeden Typ die richtige Brille schlechthin. Die Brille ist sogar schon soweit akzeptiert, dass sie Menschen tragen, die überhaupt keine Sehschwäche aufweisen. Eine Brille kann einen ganz anderen Menschen aus einem machen. Sie zeigt Selbstbewusstsein und Mut in der heutigen Kontaktlinsenzeit. Vielfalt und Variabilität des Gesichtes machen die Brille zu einem immer beliebteren Accessoire.

Auffallen um jeden Preis
Der Trend geht vor allem zu auffälligen Brillen. Neben den klassischen Hornbrillen oder auch Nerdbrillen genannt, wie sie Woody Allen seit mehr als 50 Jahren trägt, stehen jetzt vor allem Unisexgestelle im Mittelpunkt der Modeszene. Sie sollten aus Metall gefertigt sein, klassisch leicht und klein sein. Ein NoGo sind rahmenlose Brillen, die nicht auffallend wirken sollen.

Da die Brille jedoch zum gefragten Modeaccessoire avanciert ist, sind die Preise für Brillen mit modernen Fassungen sowie leichten und dünnen Kunststoffgläsern für viele unerreichbar. So müssen einige Menschen immer noch auf wenig schmeichelnde Fassungen mit glasflaschendicken Gläsern zurückgreifen.

Der Klassiker: Die Sonnenbrille
Die Sonnenbrille wird dagegen schon Seit Jahrzehnten als modisches Accessoire erkannt und geliebt. Sie ist sogar das modische Accessoire schlechthin, wenn es Richtung Sommer geht und das sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Der Trend bei den Männern im Jahr 2009 hält sich weiterhin vehement bei den Pilotenbrillen. Bei den Frauen sollte es eher das Wayfarer-Modell sein. Ansonsten gilt weiterhin das Motto: „Bigger Is Better“. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass das Gesicht immer die Brille beherrscht und nicht andersrum! Übergroße Sonnenbrillen, unter denen die Gesichter verschwinden, sind ein absolutes NoGo.