Wie Geräusche im Mutterleib das Kind beeinflussen

Die Ohren sind die ersten Sinnesorgane, die im Mutterleib vollständig ausgereift sind, sodass das Ungeborene Geräusche wahrnehmen und eine Bindung zu ihnen aufbauen kann.


Bereits ab der 16. Schwangerschaftswoche sind die Ohren des Babys im Mutterleib vollständig ausgereift, sodass das Baby akustische Reize wahrnehmen kann. Auch wenn das Ungeborene noch so klein ist, wird es von diesen Reizen bereits beeinflusst.

Das Ungeborene hört die Stimme der Mutter im Mutterleib
Im Mutterleib gibt es weit mehr akustische Reize, als man sich vorstellen kann. So kann das Baby beispielsweise hören, wie das Blut an ihm vorbeirauscht oder die Darmgeräusche der Mutter belauschen. Doch auch die Stimme der Mutter kann das Ungeborene wahrnehmen. Sie wird schnell vertraut und so können mit der Zeit anhand der Stimme auch unterschiedliche Gemütslagen unterschieden werden. Diese Vertrautheit mit der Stimme der Mutter, die das Baby entwickelt, sorgt nach der Geburt dafür, dass das Baby sofort auf die Stimme der Mutter reagiert. In dieser ungewohnten, neuen Umgebung, in die es hineingeboren wurde, gibt es so etwas, dass dem Baby vertraut ist und ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt. Wenn der Vater regelmäßig mit dem Baby in der Schwangerschaft spricht, indem er, während er redet, seinen Kopf ganz dicht an den Bauch der Mutter hält, kann das Neugeborene auch die Stimme des Vaters erkennen. Die Vertrautheit mit der mütterlichen Stimme ist jedoch wesentlich größer.

Musik im Mutterleib
Die Geräusche, die ein Baby im Mutterleib wahrnimmt, kann man sich ähnlich vorstellen, als wenn man selbst beispielsweise im Schwimmbad den Kopf unter Wasser hält. Alles wirkt sehr weit entfernt und dumpf, aber dennoch nimmt man etwas wahr. So geht es auch dem Baby. Daher kann auch Musik, die dem Kind vorgespielt wird, Einfluss ausüben. So kann man das Ungeborene beispielsweise bereits im Mutterleib an die erste Spieluhr gewöhnen. Die zieht man einfach auf und legt sie auf den Bauch der Mutter. Wenn man dies regelmäßig macht, wird sich das Kind nach der Geburt unbewusst an diese Melodie erinnern, die es bereits im Bauch gehört hat. So lässt es sich dann mit der Spieluhr wesentlich leichter beruhigen, wenn es weint, da die Melodie ihm vertraut ist. Doch auch Musik, die nicht von einer Spieluhr kommt, kann das Kind wahrnehmen. Dabei kann man feststellen, dass bereits das Ungeborene im Mutterleib einen eigenen Musikgeschmack zu haben scheint. Musik, die ein Ungeborenes beruhigt, regt ein anderes wiederum zum Treten und Zappeln im Mutterleib an.