Wie Ihr Kind einschlafen kann

Damit Ihr Kind einschlafen kann, ist es wichtig, dass sie den Tag langsam und in Ruhe ausklingen lassen können und vor dem zu Bett gehen die Möglichkeit haben, sich Ängste und Probleme von der Seele zu reden


Damit Ihr Kind einschlafen kann, ist es wichtig, dass sie den Tag langsam und in Ruhe ausklingen lassen können und vor dem zu Bett gehen die Möglichkeit haben, sich Ängste und Probleme von der Seele zu reden – beispielsweise beim gemeinsamen Abendessen mit der Familie. Sorgen Sie deshalb dafür, dass dieses in einer ruhigen Atmosphäre stattfindet und nicht "zwischen Tür und Angel".

 

Streicheleinheiten
Die meisten Kinder mögen es, gestreichelt oder massiert zu werden. Solche abendlichen Streicheleinheiten beruhigen auch nervöse und besonders "aufgedrehte" Kinder. Machen Sie es sich mit dem Kind gemütlich – z. B. im großen Elternbett – und verdunkeln Sie das Licht. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hände angenehm warm sind. Verreiben Sie einige Tropfen Massageöl zwischen den Handflächen und streichen Sie Ihrem Kind dann leicht damit über den Rücken. Nehmen Sie dazu immer beide Hände, d. h. während die eine Hand den Rücken entlang streicht, liegt die andere ruhig auf der Taille oder am Nacken des Kindes. Beginnen Sie am Nacken und streichen Sie dann mit leicht kreisenden Bewegungen über die Schulter und den Arm hinunter. Streichen Sie anschließend an der Wirbelsäule entlang und an den Körperseiten. Wichtig ist, dass Sie die Bewegungen ruhig und nicht zu fest ausführen. Sie werden nach kurzer Zeit feststellen, was Ihrem Kind am besten gefällt.

 

Entspannungsübungen
Dem Kind einschlafen zu helfen, können Sie auch mit den Entspannungsübungen, die wir beschrieben haben. Das Kind kann sich dazu aufs Bett oder eine Decke legen. Fordern Sie es auf, tief ein und aus zu atmen. ("Wir atmen jetzt ein und atmen jetzt aus und atmen jetzt ein und atmen jetzt aus"). Geben Sie diese Kommandos ganz regelmäßig, dem Atemrhythmus folgend. Nach einer Weile kommen die einzelnen Körperteile an die Reihe. Bei kleineren Kindern können Sie dies mit einer Geschichte verbinden, z. B. beim Einatmen: "Jetzt gehen die Füße zu Bett", beim Ausatmen: "Gute Nacht Füße." Nach einer Weile: "Jetzt gehen die Waden ins Bett." "Gute Nacht Waden." usw. Ihr Kind soll die Aufmerksamkeit dabei immer auf das angesprochene Körperteil richten. Diese Übung eignet sich für Kindern ab etwa drei Jahren.

 

Kinderbad
Öle und Sahne oder LV 41 miteinander vermischen und in das Badewasser geben. Diese Mischung riecht angenehm süß nach Mandarine und ist für Kinder gut verträglich.

Beruhigendes Massageöl für Kinder
In dieser Mischung ist der Anteil der ätherischen Öle geringer als in den Ölen für Erwachsene, da die Kinderhaut besonders empfindlich ist. Beruhigend wirkt in dieser Mischung das Lavendelöl. Das im Vanilleöl enthaltene Vanilin hat ebenfalls eine entspannende Wirkung. Wir haben das Vanilleöl aber in erster Linie wegen seines Geruchs verwendet, den Kinder besonders gerne mögen. Geben Sie einige Tropfen des Öls zwischen Ihre (warmen!) Hände und reiben Sie damit Ihr Kind sanft ein.

 

Schlafkiller Fernsehen
Kinder im Schulalter sitzen heute durchschnittlich 124 Minuten am Tag vor der Glotze. Eine amerikanische Untersuchung der Brown University School of Medicine auf Rhode Island weist auf den Zusammenhang zwischen täglichem Fernsehkonsum und Schlafstörungen bei Kindern hin. Kinder und Jugendliche, die mehr als zwei Stunden am Tag fern sahen, wachten der Studie zufolge nachts häufiger auf als Gleichaltrige mit einem geringeren TV-Konsum. Besonders schädlich sei das regelmäßige abendliche Fernsehen kurz vor dem Einschlafen – womit natürlich nicht das Sandmännchen gemeint ist, sondern aufregende und spannende Sendungen, die Kinder im Schulalter bevorzugen. Um das zu unterbinden, sollten Kinderzimmer auf jeden Fall zur Fernseher freien Zone erklärt werden.
Allerdings sieht die Realität heute anders aus: Ein Drittel aller 9 bis 13-jährigen hat mittlerweile einen eigenen Fernseher im Zimmer, und das ist genau die Gruppe, in der Schlafstörungen und Albträume sowie die daraus resultierenden Konzentrations- und Leistungsstörungen besonders häufig auftreten. Ein bis zwei Stunden vor dem zu Bett gehen sollten Fernseher und Computer deshalb für Kinder tabu sein.

 

Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin Laura von Welck verantwortlich.