Wie ist der richtige Aufbau einer Reportage?

Grundsätzlich basiert der richtige Aufbau einer Reportage auf einer interessanten und fesselnden Darstellung des gewählten Themas.


Um zu erklären wie der richtige Aufbau einer Reportage zu Stande kommt, muss zunächst der Begriff Reportage geklärt werden. Eine Reportage ist ein Augenzeugenbericht eines Ereignisses, der die Atmosphäre wiedergibt und gleichzeitig Informationen beinhaltet, aber auch unterhalten soll. Dies kann in Form von Texten mit oder ohne Bilder, durch gesprochene Worte oder durch bewegte Bilder mit gesprochenen Worten umgesetzt werden.

Reportage in Textform
Der Autor sollte den Leser sofort zu Beginn mit einer interessanten Einführung und der Entführung an den Ort des Geschehens neugierig machen. Im Mittelteil, der den größten Teil umfasst, steht die erzählende Darstellung. Hier geht es darum die Informationen so zu verpacken, dass ein „Kopfkino" beim Leser abläuft und damit die Atmosphäre vermittelt werden kann. Der Leser soll das Gefühl bekommen live dabei zu sein. Passende Bilder können die Wirkung noch verstärken. Im Ende steht eine Schusspointe, die auch als kurze Zusammenfassung der gewonnen Erkenntnisse gestaltet werden kann.

Reportage in bewegten Bildern
Im Film ist der richtige Aufbau einer Reportage ebenso wichtig wie bei geschriebenen Texten. Auch hier sollte der Betrachter mit den ersten Worten und Bildern neugierig gemacht werden. Im Mittelteil liegt der Unterschied darin, dass Bilder vorgegeben werden und keine eigenen beim Betrachter erzeugt werden müssen. Der gesprochene Text gibt noch Informationen hinzu und verstärkt die Wirkung der Bilder.
 
Besonderheiten einer Reportage
Bei einer Reportage geht es um das Erzählen vom Wahrgenommenen. Fakten werden eingeflochten, denn sie sollte auch informativ sein. Im Vordergrund stehen allerdings die Wiedergabe einer subjektiven Betrachtung und Empfindungen. Sie ist keine fiktionale Geschichte, sondern basiert auf Tatsachen. Grundsätzlich eignet sich jedes Thema für eine Reportage, aber es können nicht mehrere Themen auf einmal abgehandelt werden, sondern immer nur eins. Sprachlich wird viel mit abwechslungsreichen Adjektiven gearbeitet und mit mehreren Zeitformen (meist Präteritum und Präsens).

Abschließend lässt sich sagen
Um den Leser oder Betrachter neugierig zu machen, ist der richtige Aufbau einer Reportage das Rezept zum Erfolg. Es muss ein unterhaltsamer Spannungsbogen erzeugt werden, vom Beginn bis zur Schlusspointe, dem das Publikum unbedingt bis zum Ende folgen möchte.