Wie Kinder besser schlafen - Das Kinderbett

Für den erholsamen Kinder Schlaf ist das Kinderbett von entscheidender Bedeutung.


Ein Kinderbett braucht das Baby eigentlich erst mit etwa einem halben Jahr. Für die ersten Monate reicht auch ein tragbarer Weidekorb oder ein Stubenwagen mit einer festen Matratze, den man in jedes Zimmer mitnehmen kann, sodass man das Baby ständig im Auge hat. In den ersten Wochen, in denen der Säugling ohnehin jede Nacht drei- bis viermal wach wird und gefüttert werden möchte, ist es für alle Beteiligten entspannender, wenn er am oder im Bett der Mutter schläft. Gerade beim ersten Kind plagt viele Eltern die Angst, die Hungerschreie des Säuglings nachts zu verschlafen. Und das hindert manch eine ohnehin schon übernächtigte Mutter dann noch zusätzlich am erholsamen Schlaf. Mit sechs bis acht Monaten, wenn die nächtlichen Fütterungen seltener geworden sind und das Kind bereits mehrere Stunden durchschläft, kann man es beruhigt ins Kinderzimmer "umsiedeln".

Geborgen zwischen Himmel und Nestchen
Eine Bettumrandung – ein so genanntes Nestchen – und ein Betthimmel sorgen im Kinderbett für Geborgenheit und schützen außerdem vor Zugluft. Betthimmel und Nestchen sollten waschbar sein und mindestens dem Öko-Tex-Standard 100, aber besser noch den strengeren Kriterien des Öko-Control Zeichens oder des TOXPROOF-Siegels entsprechen, also weitgehend frei von Schadstoffen sein.

Kein Kissen fürs Baby
Babys brauchen noch kein Kissen – im Gegenteil, ein flauschiges Kissen kann sogar für ganz kleine Kinder, die den Kopf noch nicht drehen können, sehr gefährlich sein, weil es das Atmen behindert. Ein Moltontuch oder eine andere flache Auflage zum Schutz der Matratze reicht völlig aus. Für etwas ältere Kinder empfiehlt sich ein kleines flaches Kissen. Ist das Kissen zu prall gefüllt, entfernen Sie etwas Füllmaterial, sonst liegt das Kind unbequem und der Nacken knickt beim Schlafen ab. Da viele Kinder nachts am Kopf stark schwitzen, sollten Sie ein Material wählen, das viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, z. B. Baum- oder Schurwolle. Auch Hirsekissen sind für Kinder gut geeignet, Dinkelspelz ist dagegen eher zu grob. Daunenkissen sind zu warm, zumal der Kopf darin tief einsinkt.

Gut schlafen auf Schafen
Die Matratze im Babybett sollte fest, aber nicht bretthart sein. Empfehlenswert sind Matratzen aus Naturmaterialien (Latex, Kokos) oder hochwertigem Schaumstoff. Besonders gut schlafen viele Kinder auf einem Lammfell, das auf die Matratze gelegt wird – vor allem wenn dieses bereits einige Wochen vor der Geburt in Mutters Bett gelegen und deren Geruch angenommen hat. Ein solches Fell hat den Vorteil, dass man es ohne großen Aufwand zu Großeltern, Babysittern oder in den Urlaub mitnehmen kann. Die Babys schlafen dann auf der bekannten Unterlage wesentlich besser ein. Solche Felle gibt es mittlerweile in vielen Geschäften für Babyausstattung, aber vor allem in ökologisch orientierten Einrichtungshäusern und im Versandhandel. Zu empfehlen sind pflanzengegerbte oder medizinische Felle, denn diese sind waschbar.

 

Felle für den erholsamen Kinder Schlaf
Zu häufig sollte man sie dieser Prozedur jedoch nicht unterwerfen, da das Leder mit der Zeit hart und brüchig wird. Ausgiebiges Sonnenbaden, regelmäßiges Ausbürsten und allmorgendliches Ausschütteln reichen zur Pflege aus.
Der Kopf des Kindes sollte allerdings aus hygienischen Gründen nicht direkt auf dem Fell, sondern auf einer waschbaren Unterlage liegen. Dadurch wird bei ganz kleinen Kindern, die ihren Kopf noch nicht drehen können, zudem verhindert, dass sie bis zu den Ohren im Fell versinken und unter Umständen überhitzen. Auf diese Gefahr weist die "Gesellschaft zur Erforschung des Plötzlichen Kindstods" hin. Babys sollten nicht mit einer dicken Decke oder einem Federbett zugedeckt werden, vor allem dann nicht, wenn sie auf einem solchen Fell schlafen. Body, Schlafanzug und Baumwollschlafsack reichen in einem ca. 18 °C warmen Zimmer völlig aus.

Babyfelle kosten um die 50 und 100 Euro und können später als Spieldecke oder wärmende Auflage für den Autokindersitz verwendet werden. Vorsicht bei Billigfellen, sie verlieren oft Haare!

 

Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin Laura von Welck verantwortlich.