Ist der Rechner von Computerviren befallen, reichen manchmal wenige Handgriffe aus, um diese außer Gefecht zu setzen.
Auch wenn man alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hat, kann es passieren, dass ein Virus oder Wurm sich auf dem Rechner einschleicht. Dies kann geschehen, wenn beispielsweise die Firewall falsch konfiguriert ist oder es sich um einen neuen Wurm handelt, der einfach das Sicherheitssystem deaktiviert oder durch ein Sicherheitslücke schlüpft. In diesem Zustand ist ein PC eine leichte Beute für Hacker und noch mehr Computerviren und stellt darüber hinaus eine Gefahr für anderer Computer dar, die an das Internet angeschlossen sind. Deshalb und um der eigenen Daten Willen, sollte man das Virus oder den Wurm so schnell es geht loswerden.
Die ersten Schritte
- Oft sind die Würmer so programmiert, dass sie den Rechner zu einem Neustart bringen. Das ist also schon ein ziemlich sicherer Hinweis auf einen Wurm. Sie bringen das Programm, worüber sie sich eingeschlichen haben zum Absturz, wodurch Windows in den Notfall-Modus schaltet und neu startet.
- Da dies innerhalb von 60 Sekunden geschieht, besteht die Gefahr, dass ungespeicherte Daten einfach verloren gehen. Auch wenn der Rechner online geht, stürzt er aufgrund des Wurmes meist immer wieder ab. Das gilt es als erstes zu beheben. Dazu muss man lediglich über Start und Ausführen den Befehl „Shutdown -a“ eingeben. Wenn das Fenster wieder erscheint, gibt man den Befehl einfach wieder ein.
Wurm deaktivieren und entfernen
- Ein Wurm hinterlegt grundsätzlich nach Ausführung einen Eintrag in der Autostart-Funktion und installiert sich im Systemverzeichnis. Wenn man den Autostart-Eintrag löscht, ist der Wurm zunächst deaktiviert. Ein falscher Klick könnte ihn jedoch wieder „wecken“ daher muss als nächstes der PC im abgesicherten Modus gestartet werden.
- Dazu drückt man beim Hochfahren F8 und geht im sich öffnenden Auswahlmenü auf einen Start im „abgesicherten Modus". So wird ein „Notfall-Windows“ gestartet, das nur die nötigsten Treiber enthält und einen Autostart des Virus nicht zulässt. Mit einem Virenscanner kann man den Störenfried nun entfernen.
Wurm aus dem laufenden System entfernen
- Eine andere Möglichkeit einen Wurm loszuwerden, kann im laufenden System probiert werden. Dazu ruft man in der Taskleiste mit der Tastenkombination Strg-Alt-Entf den Task-Manager auf und beendet die laufenden Prozesse oder nur den Wurm-Prozess, wenn der Wurm schon identifiziert ist.
- Wenn der Prozess noch nicht identifiziert ist, sollte man die gesamte angezeigte Prozessliste durchgehen. Dazu listet man zunächst die Prozesse auf, die in einem laufenden Windows-Programm aufgelistet werden und zusätzlich die Prozesse der Virenscanner.
- Anhand dieser Liste schaut man sich die ablaufenden Prozesse im eigenen infizierten Rechner an und sortiert diejenigen aus, die sonst bei Windows nicht auftauchen. Diese notiert man und schaut im Internet anhand einer Suchmaschine die Prozessnamen nach und worum es sich dabei handelt.
- Wenn sie sich als Viren oder Würmer identifizieren lassen, können sie schließlich wie oben beschrieben, zunächst gestoppt werden. Anhand von Übersichtsseiten der Antiviren-Software-Herstellern kann man den Prozessnamen nachsehen und so herausfinden, wo sich diese Computerviren und Würmer verstecken und sie schließlich löschen.