Wie nehme ich möglichst wenig Acrylamid zu mir?

Damit möglichst wenig Acrylamid auf dem Teller landet, sollte man auf Pommes und Chips am besten ganz verzichten. Vor allem dunkle Exemplare sind ungesund.


Wer möglichst wenig Acrylamid zu sich nehmen will, sollte auf Pommes und Kartoffelchips am besten komplett verzichten oder zumindest deutlich weniger davon essen. Insbesondere Kinder sollten Chips und Pommes auf keinen Fall täglich verzehren, da sie empfindlicher als Erwachsene sind, schließlich wiegen sie deutlich weniger. Natürlich kann man nicht seine ganze Ernährung umstellen. Doch schon beim Braten, Backen und Frittieren kann man den Acrylamidgehalt einiger Lebensmittel deutlich und ganz einfach senken.

Umgang mit Bratkartoffeln

  • Isst man nur hin und wieder Chips und Pommes, sollte man sich nicht zu viele Sorgen machen. Lassen Sie jedoch von besonders braun gebrannten Exemplaren die Finger, das gleiche gilt auch für Bratkartoffeln: goldgelb geht in Ordnung, braun ist gefährlich. Als Alternative empfehlen sich Pell- und Salzkartoffeln, Kartoffelpüree und Kartoffelsalat. Diese enthalten überhaupt kein Acrylamid.
  • Sie sollten Bratkartoffeln immer aus gekochten Kartoffeln herstellen, denn dabei entsteht weniger Acrylamid, da hier der Wassergehalt deutlich erhöht ist. Verwenden Sie Butter zum Braten, diese ist eine natürliche Acrylamidbremse, da sie bei großer Hitze stark spritzt und man den Herd automatisch kleiner stellt.
  • Kartoffeln sollten nie im Kühlschrank lagern, da dann aus der Stärke Zucker entstehen kann. Dieser reagiert mit Asparagin zu Acrylamid. Kartoffeln mit grünen Stellen sollte man nicht verwenden, in ihnen entsteht ebenfalls mehr Acrylamid. Damit sie nicht grün werden, müssen Kartoffeln immer dunkel gelagert werden.

Pommes Frites zubereiten

  • Die Friteuse sollte auf höchstens 175 Grad eingestellt werden, der Backofen auf höchstens 200 Grad (bei Umluftherden höchstens 180 Grad). Ansonsten entsteht noch mehr Acrylamid.
  • Überprüfen Sie das verwendete Frittieröl, es sollte auf keinen Fall den Zusatzstoff E900 enthalten. Dieser wird vor allem bei Industrieprodukten und in der Gastronomie verwendet. Machen Sie lieber mehr als nur eine kleine Portion, auch so senken Sie den Acrylamidgehalt.

So nimmt man wenig Acrylamid auf

  • Bei Cornflakes sollten Sie nicht die karamellisierte Variante, sondern die einfachen Flakes essen. Toasten Sie außerdem Ihr Brot nicht zu dunkel. Achten Sie bei gekauftem Brot auf eine helle Kruste. Da Acrylamid auch eingeatmet werden kann, empfiehlt es sich, regelmäßig gut zu lüften.
  • Komplett auf Kaffee, Cornflakes, Knäckebrot, Zwieback und Co. zu verzichten, ist jedoch auch keine Lösung. Schließlich entstehen bei der Zubereitung von fast jedem Lebensmittel Stoffe, die nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind.