Wie schreibe ich eine Kündigung?

Eine Kündigung ist eine zugangsbedürftige Willenserklärung, so sagt es das Bürgerliche Gesetzbuch. Doch wie genau muss die schriftliche Kündigung erfolgen?


Wenn ein Vertrag überhaupt kündbar ist, muss die diesbezügliche Willenserklärung dem Vertragspartner fristgerecht und unzweifelhaft zugehen. Verträge müssen eingehalten werden. Das wussten bereits die alten Römer. Weit verbreitet ist die Vorstellung, dass jeder Vertrag gekündigt und rückabgewickelt werden könne. Tatsächlich sah das Zivilgesetzbuch der untergegangenen DDR dies vor. Das Bürgerliche Gesetzbuch aus dem Jahre 1900 geht dagegen davon aus, dass nur solche Verträge gekündigt werden können, in denen dies ausdrücklich vorgesehen ist oder für die das Gesetz eine Kündigung ermöglicht.  In der Regel sind dies Miet- und Pachtverträge sowie Arbeitsverträge. Auch solche Vereinbarungen über die Leihe und über Darlehen können gekündigt werden. In der Regel sieht das Gesetz oder der Vertrag für eine solche Kündigung Fristen vor. Nur bei groben Verstößen gegen Pflichten oder den Vertrag selbst, ist eine außerordentliche fristlose Kündigung möglich. Nur: Wie schreibe ich eine Kündigung?

Die Kündigung ist eine Willenserklärung, die dem Vertragspartner zugehen muss
Wie schreibe ich eine Kündigung? Aus dem Kündigungsschreiben muss zweifelsfrei hervorgehen, dass ein – und natürlich welcher – Vertrag gekündigt werden soll. Der Miet- oder Arbeitsvertrag muss also zweifelsfrei bezeichnet werden. Dies gilt besonders dann, wenn mehrere Verträge zwischen den Parteien bestehen. Dann muss also die Wohnung genau bezeichnet oder das Datum des Arbeitsvertrages angegeben werden. Das Kündigungsschreiben muss den Absender und den Empfänger genau bezeichnen. Es muss ein Datum angegeben, und vor allem muss es mit Vor- und Zunamen unterschrieben werden.

Der Empfang des Kündigungsschreibens muss sichergestellt werden
Wie schreibe ich eine Kündigung? Das Kündigungsschreiben ist empfangsbedürftig. Die weit verbreitete Vorstellung, dies könne durch ein Einschreiben mit Rückschein nachgewiesen werden, ist irrig. Das bestätigt nur, dass der Empfänger einen Brief erhalten hat, nicht aber, was darin stand. Ein zuverlässiger Nachweis lässt sich nur durch eine Empfangsbekenntnis führen. Wie schreibe ich eine Kündigung? Wer das Kündigungsschreiben selbst überbringt, muss gleichzeitig eine Quittung über den Erhalt vorbereiten und sich mit Ort und Datum bestätigen lassen. Ist der Empfänger vertrauenswürdig, kann man ein solches Empfangsbekenntnis dem Kündigungsschreiben zusammen mit einem Rückumschlag beifügen. Liegen die Parteien ohnehin im Streit und ist guter Wille nicht zu erwarten, bleibt nur, das Kündigungsschreiben durch den Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen. Der fertigt über die Zustellung eine Urkunde, die er seinem Auftraggeber zurücksendet. Das kostet natürlich Gebühren, die aber im Streitfall gut angelegt sind.