Wie von selbst Geduld lernen

Mit diesen acht Schritten können Sie ganz leicht Geduld lernen.


Unsere Grundeinstellung bestimmt unser Leben – was wir erleben, was wir wann fühlen und wie wir reagieren. Viele Menschen sind der Ansicht, dass wir unsere Grundeinstellung durch unser Umfeld vermittelt bekommen, dass diese von Prägung abhängig ist und wir praktisch gar nichts dafür können. Aber hier muss eindeutig gesagt werden, dass dieses Opferschema nicht ganz stimmt und vor allen Dingen nicht so verbleiben muss. Sicher ist natürlich, dass Prägung einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Persönlichkeit und daher auch auf unsere Grundeinstellung hat, allerdings ist wenigstens die Grundeinstellung veränderbar. Denn Tatsache ist, dass der Mensch Einfluss auf sein Leben und auch seine Einstellungen hat. Diese sind veränderbar!

Nehmen Sie es selbst in die Hand!
Grundeinstellungen lassen sich jederzeit verändern. Egal, in welchem Alter man ist, jeder kann an sich arbeiten. Dafür ist nicht unbedingt notwendig, dass alle alten Eigenschaften gelöscht und neu überschrieben werden. Ein komplett anderer Mensch kann und möchte man auch nicht werden. Veränderungen, die wir selbst vornehmen, brauchen zwar eine Zeit, bis sie wirken, aber je nachdem wie intensiv man mit Methoden arbeitet, können Erfolge bemerkt werden. Affirmationen stehen mit den folgenden Schritten zu mehr Geduld in enger Verbindung.

In acht Schritten Geduld lernen

1.Notieren Sie sich die Situationen, in denen Sie zur Ungeduld neigen.
Wichtig ist hier, dass Sie sich bewusst mit den immer wiederkehrenden Momenten auseinandersetzen. Wann genau werden Sie ungeduldig? Gibt es einen roten Faden?

2.Machen Sie sich ihre Gedanken in den jeweiligen Situationen bewusst.
Beispiel: „Verdammt, wieso muss der Bus immer zu spät kommen, wenn ich es eilig habe. Das war ja mal wieder klar!“ oder „Das kostet mich wieder so viel Zeit, ich wollte doch schon längst...“

3.Ersetzen Sie die schlechten Gedanken durch gute. Am besten schriftlich!
Negatives Beispiel: „Ich brauche das jetzt...sofort!“
Positiver Ersatz: „Ich räume erstmal in Ruhe auf, vielleicht taucht es ja dann auf“

4.Lernen Sie die neuen, geduldigen Sätze auswendig.
Schriftlich festgehaltene Notizen helfen hier besonders gut. Machen Sie sich Post-Its am Arbeitsplatz, dem Kühlschrank oder an der Tür. Wenn Sie immer wieder mit den neuen Leitsätzen konfrontiert werden, werden Sie schon bald merken, dass diese Gedanken immer selbstverständlicher werden.

5.Spielen Sie die neuen Situationen mit den positiven Gedanken in Ihrer Fantasie durch.
Lassen Sie ihre neuen Einstellungen in Situationen wie kleine Szenen eines Filmes vor ihren inneren Auge ablaufen. Stellen Sie sich vor, Sie stehen an der Kasse und vor Ihnen bewegt sich alles sehr langsam, Sie aber bleiben trotzdem ruhig. Bauen Sie eine Affirmation mit ein. Beispiel: „Ich habe Zeit, ich nehme mir genau so viel Zeit für das Einkaufen, wie es eben braucht, ich kann an dieser Situation jetzt eh nichts ändern.“

6.Warten Sie, bis die neue Einstellung zur Grundeinstellung geworden ist.
Geduld lernen geschieht nicht von heute auf morgen. Allerdings, wenn Sie sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen und die Schritte gewissenhaft verfolgen, werden die Affirmationen sowie die imaginären Situationen im Unterbewusstsein verankert und schließlich zur Realität.

7.Überprüfen Sie Ihre Duldsamkeit an Alltagssituationen.
Trägt das Geduld lernen schon Früchte? Begeben Sie sich vielleicht einmal bewusst in Situationen, in denen Sie normalerweise ungeduldig reagieren. Hat sich schon etwas getan?

8.Arbeiten Sie immer mal wieder mit Affirmationen und Grundeinstellungen.
Nur auf Dauer ergeben diese neu gewonnenen Einsichten einen geduldigen Charakter, der bestehen wird! Geduld lernen ist also gar nicht mal so schwer!