Wie werde ich Lokführer? Alles rund um dieses Berufsbild

Wie werde ich Lokführer? Der Beruf des Lokführer – heute Triebwagenführer – ist vielseitig und verantwortungsvoll und wird, bei allerdings wechselnden Dienstzeiten, recht gut bezahlt.


Längst vorbei sind die Zeiten, als der rußverschmierte Lokomotivführer der Dampflok der wichtigste und höchstbezahlte Bahnbeamte im rumpelnden Zuge war. Insofern ist die Frage: Wie werde ich Lokführer? Auch nicht richtig gestellt. Für junge Menschen ist der Beruf des Triebwagenführers eine attraktive Entscheidung.

Viele Unternehmen bilden Triebwagenführer aus
Wie werde ich Lokführer wird heute ersetzt durch: Wie werde ich Triebwagenführer. Diese Berufsbezeichnung gilt inzwischen für alle Arten des Antriebs von Eisenbahnfahrzeugen.

 

  • Wer diesen Beruf ergreifen will, muss ein Mindestmaß an körperlicher Eignung aufweisen. Das gilt besonders für die Augen, aber auch für Arme, Hände, Beine und Füße. Vor der Einstellung in die Ausbildung wird dies vom betriebsärztlichen Dienst geprüft.
  • Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der Bewerber oder die Bewerberin sollte mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben und bei Ausbildungsbeginn 18 Jahre alt sein. Für Bewerber mit Abitur wird die Ausbildung verkürzt.
  • Auch Kohlegruben, E-Werke und Unternehmen der Erzverarbeitung brauchen Treibwagenführer. Dafür bilden sie meist im Werk bereits tätige Mechaniker verkürzt dazu aus.

Die Entscheidung für einen verantwortungsvollen Beruf

  • Der Triebwagenführer hat eine große Verantwortung für viele Reisende oder für wertvolle Fracht. Deshalb erwarten die Eisenbahnunternehmen nicht nur körperliche, sondern auch seelische Gesundheit. Der angehende Triebwagenführer darf weder Drogen nehmen noch zum übermäßigen Alkoholgenuss neigen. Neben Begeisterung für die Technik erwarten die Bahnunternehmen nicht zuletzt Willensstärke. Der Beruf stellt hohe Anforderungen und kennt mit dem unvermeidlichen Wechseldienst keine „normalen“ Arbeitszeiten.
  • In der Ausbildung werden die angehenden Triebwagenführer eingehend mit der Praxis einschließlich der Wartung und der Reparatur der Fahrzeuge vertraut gemacht. Im theoretischen Unterricht wird die Technik ebenso behandelt wie alle Fragen der Sicherheit. Hinzu kommt das Wissen um die rechtlichen Grundlagen des Betriebsdienstes. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung, die sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil gliedert.
  • Die Triebwagenführer müssen alle drei Jahre ihre Kenntnisse erneuern und dies nachweisen. Werden sie auf ausländischen Strecken eingesetzt, werden sie dafür besonders geschult. Die Weiterbildung zum Meister im Bahnverkehr ist möglich.
  • Die Frage am Ende der Schulzeit: Wie werde ich Lokführer, ist sicherlich von vielen romantischen Vorstellungen geprägt. Der Wandel der Technik hat es mit sich gebracht, dass davon nicht viel nachgeblieben ist. Aber ein schöner und vielseitiger – und gar nicht einmal schlecht bezahlter Beruf – ist es auch heute noch.