Wie wird man Nonne - Vorraussetzungen, Ablauf und das Leben einer Nonne

Nur wer sich berufen fühlt, ist in der Lage sich für ein Leben im Kloster zu entscheiden und kann sich die Frage stellen: „Wie wird man Nonne?“


Ohne tiefen Glauben stellt sich die Frage: Wie wird man Nonne, nicht. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist das Leben Kloster nicht unbedingt einfach, Demut und Anpassungsfähigkeit sind eine der Hauptvoraus- setzung, um sich gut in die streng hierarchische Gemeinschaft einzufügen.

Unter welchen Voraussetzungen ein Klostereintritt möglich ist
Bei der Frage: Wie wird man Nonne, spielt auch die Entscheidung, in welchen Orden eingetreten werden soll eine Rolle, es gibt in Deutschland 109 Männerorden sowie 328 Frauenorden. Durch ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit haben die Klöster ihre eigenen Regeln und Aufnahmekriterien, wobei es bestimmte Grundregeln innerhalb jeden Ordens gibt. Eine generelle Voraussetzung für die Aufnahme ins Kloster ist der katholische Glaube, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um Konvertierte, getaufte ehemalige Atheisten oder Ähnliches handelt. Auch Scheidungen und Jungfräulichkeit spielen im 21. Jahrhundert keine Rolle mehr.

Um die Frage wie wird man Nonne, vom gewählten Orden beantwortet zu bekommen, ist ein Vorgespräch mit einer der Nonnen notwendig, die das Anliegen an die Novizenmeisterin weiterleitet. Auch diese führte eine Unterhaltung mit der potenziellen Novizin, die endgültige Entscheidung über eine Aufnahme trifft danach der Seniorat.

Zeitlicher Ablauf eines Noviziats
Die Beantwortung der Frage, wie wird man Nonne, beginnt mit einer Probezeit von sechs Monaten im sogenannten Postulat. Während dieser Zeit soll die Anwärterin sich prüfen, ob sie den Schritt in das zweijährige Noviziat wirklich machen möchte. Die Postulantin wird in dieser Zeit in klösterliche Liturgie von der Novizenmeisterin eingewiesen und nimmt am Ordensleben teil, trägt aber noch keine Ordenstracht.

Entscheidet die Klostergemeinschaft nach der Probezeit, dass eine Aufnahme erfolgen kann, beginnt das Noviziat. Die Novizin bekommt eine Novizinnentracht, im Ersten, dem kanonischen Jahr, wird der Kontakt zur Außenwelt eingeschränkt, der religiöse Unterricht steht im Vordergrund. Ab dem zweiten Jahr erfolgt eine immer stärkere Integrierung in das Klosterleben. Im Anschluss an das Noviziat kommt der zeitliche Profess, in welchen das erste öffentliche Gelöbnis stattfindet, nach weiteren drei Jahren der ewige Profess mit dem ewigen Gelübde und dem Erhalt des endgültigen Ordensgewands. Die lange Probezeit hilft der Aspirantin ihren Weg zu finden, es jedoch auch nach dem ewigen Gelübde jederzeit möglich das Kloster wieder zu verlassen.