Wiesenchampignon erkennen - so gelingt's

Damit keini giftiger Doppelgänger im Korb landet, sollte man einige Merkmale beachten, um den Wiesenchampignon erkennen zu können.


Herbstzeit ist Pilzzeit, und so marschieren jedes Jahr zahllose Pilzsammler durch Wiesen und Wälder, um sich mit den leckeren Früchten des Waldbodens einzudecken. Viele beliebte Pilze stehen auf dem Speiseplan, wie zum Beispiel einige besondere Steinpilzarten, Pfifferlinge oder Maronen. Ein ganz beliebter Speisepilz ist aber auch der Wiesenchampignon.


Vorkommen des Wiesenchampignons

Der Wiesenchampignon, botanisch Agaricus campestris, wird auch Feldegerling genannt und ist in unseren Breiten sehr häufig anzutreffen. Nach kräftigen Regenfällen im Juli bis August ist der schneeweiße Geselle mit dem breiten Hut meist auf schwach gedüngten Wiesen, Pferde- und Kuhweiden, aber auch in Gärten, Parks oder auf brachliegenden Feldern anzutreffen. Er bevorzugt offenes Gelände mit alkalischem Boden. Wenn der Wiesenchampignon erscheint, dann in Massen. Oft sieht man ihn deshalb in großen Gruppen, Hexenringen oder weit verstreut.

Wiesenchampignon erkennen: Verwechslungen ausschließen
Nicht alle Pilze, die eine weiße Farbe haben, sind Wiesenchampignons. Wichtig ist, den richtigen Standort des Pilzes zu kennen und auch nur dort zu suchen. Doch das allein reicht nicht. Denn der Wiesenchampignon ähnelt stark dem giftigen weißen Knollenblätterpilz.

Die richtige Bestimmung
Der Wiesenchampignon trägt im jungen Stadium einen weißen, kugeligen Hut, der mit zunehmendem Alter eine leicht gewölbte Form annimmt. Dann ist auch die Farbe nicht mehr schneeweiß, sondern lässt bräunliche, flach anliegende Schuppen erkennen. Der Hut des noch jungen Wiesenchampignons hat einen Durchmesser von circa fünf Zentimetern, beim ausgewachsenen Pilz beträgt der Durchmesser circa zehn Zentimeter. Den Wiesenchampignon erkennen erfahrene Pilzsammler vor allem auch an den fleischfarbenen Lamellen an der Unterseite des Pilzhuts. Die Lamellen tragen diese Farbe von Beginn an und sind ein wichtiges Merkmal. Später nehmen sie durch das dunkle Sporenpulver eine schokoladenbraune Farbe an. Der Stiel des Wiesenchampignons ist circa ein bis zwei Zentimeter dick und sieben Zentimeter lang. Seine Farbe ist weiß und an der Basis oftmals ockerfarben. Der Stiel behält auch im Alter diese Farbe und beibt druckfest.