Wiesenegge - lohnt sich die Anschaffung?

Wieseneggen sind unverzichtbare Helfer bei der Weidenpflege und unter bestimmten Voraussetzungen eine lohnende Anschaffung.


Um gute Erträge auf der Weide zu erzielen, ist viel Pflege notwendig. Erwünschte Gräser und Kräuter wollen belüftet werden, benötigen eine gute Bodenhaftung, reichlich Nährstoffe und Mineralien und brauchen Hilfe bei der Verdrängung von Konkurrenz.

 

Wieseneggen – eine kurze Einführung

Was zur Weidenbewirtschaftung für einen professionellen Landwirt unverzichtbar ist, ist es auch für Hobbylandwirt oder Pferdehalter. Gerade wenn Weideland nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und man deshalb einen guten Ertrag benötigt.
Die meisten Weiden kommen in den Genuss, mindestens einmal jährlich mit einer Wiesenegge abgeschleppt zu werden. Die Wiesenegge besteht aus einem festen Rahmen mit eingespannten Messern oder Harken. Sie reißt den Boden auf, entfernt Moos und sorgt für einen guten Eintrag von Wasser und Nährstoffen. Es gibt Eggen, deren Seitenteile einklappbar sind. So kann eine Breite über drei Meter bearbeitet werden und trotzdem Engstellen wie Einfahrten oder Straßen passiert werden. Praktikabel sind Eggen mit Segmentierung. Die einzelnen Segmente werden zu einer größeren Egge verbunden.
Die Bewirtschaftung mit Quad, ATV oder Aufsitzmäher und den dazu passenden leichten Gerätschaften ist auch in Bezug auf die Anschaffung einer Wiesenegge erheblich günstiger als die Bewirtschaftung mit Trecker und schweren Gerätschaften. Wieseneggen sind keine ganz günstige Anschaffung. Gebrauchte gibt es aber in der schweren Ausführung schon für ein paar hundert Euro. Die Leichteren Modelle kosten neu schon weniger als 300 Euro. Nach oben sind fast keine Grenzen offen. Wer eine neue Egge mit einklappbaren Seitenteilen möchte, wird über 1.000 Euro berappen müssen.

Entscheidungshilfen

Ob sich die Anschaffung einer Weidenegge lohnt hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Gibt es einen Landwirt in der Nachbarschaft, der Ihre Weide bearbeiten könnte? Manchmal ist auch der Lieferant von Stroh und Raufutter gerne bereit seinem Kunden unter die Arme zu greifen.
Haben Sie bereits eine Zugmaschine und Gerätschaften, wie eine Weidenwalze, Düngerstreuer oder eine Schleppe? Wenn Sie alles neu anschaffen müssen, ist es wahrscheinlich erheblich kostengünstiger ein- bis zweimal pro Jahr Ihren Nachbar zu entlohnen.
Wie ist die Bodenbeschaffenheit Ihres Landes beschaffen? Die Bodenbeschaffenheit ist für die Wahl in erster Linie ausschlaggebend. Ein schwerer Moorboden wird in der Regel mit einem Aufsitzmäher nicht zu eggen und zu walzen sein. Ein sandig-lehmiger Boden hingegen dankt eine schonende Behandlung.