Windkraft lässt den Strommarkt rotieren

Windkraft eignet sich für einen privaten Haushalt überhaupt nicht. Der Umwelt hilft es zwar, dem Geldbeutel aber leider weniger.


Seitdem Stichwörter wie Klimakollaps, Treibhauseffekt und Ozonloch durch Medien und Köpfe geistern, ist das Thema alternative Energiegewinnung für eine breite Öffentlichkeit von großem Interesse. Ein Beispiel ist die Gewinnung von Strom durch Wind. Was einfach klingt, ist ein recht kompliziertes Verfahren. Die weithin sichtbaren, großen Windanlagen entziehen dem Wind seine kinetische Energie.

 

Wie ergiebig?

Mäste mit drei Flügeln haben sich gegen „Einflügler“ durchgesetzt. Weiterhin hat sich nicht nur die Leistung der Anlagen stark erhöht, sondern auch die optische Erscheinung. Mittlerweile sind bei den „Riesenspargeln“ Höhen von 100 Metern und mehr keine Seltenheit. Die Ergiebigkeit der Anlage hängt wesentlich von der Windgeschwindigkeit ab. Nach geringer Leistung beim Anlaufen der Rotoren nimmt die Effizienz proportional zum Wind zu. Bei Überschreiten einer bestimmten Windgeschwindigkeit schaltet die Anlage aus Sicherheitsgründen automatisch ab. 

Vor- und Nachteile
Die Vorteile von Windkraft liegen zwar auf der Hand, ein großer Nachteil sticht allerdings ins Auge. Ein offensichtliches Dilemma dieser Energiegewinnung ist die Verschandelung der Landschaft. Diesem und dem Argument, dass Tiere, besonders Vögel, bedroht werden, setzen die Befürworter sorgfältige Planung entgegen. Durch überlegte Wahl des Standortes kann vermieden werden, dass Landschaft und Tiere zu stark leiden. Entkräftet werden die Gegner auch durch optische Innovationen, die dafür sorgen, dass die Rotoren matte, nicht reflektierende Farben bekommen. Zudem wurde deren Form schalltechnisch so optimiert, dass der gefürchtete „Diskoeffekt“ der Vergangenheit angehört. 

Nicht für Privathaushalte
Nutzt man als Privathaushalt Windenergie, wirkt sich das zwar positiv auf die Umwelt aus, nicht aber auf den Geldbeutel. Denn obwohl Windkraft günstig hergestellt werden kann, sind die Preise, die der Endverbraucher zahlt, deutlich höher als für den klassischen Strom. Dies liegt an den hohen Netznutzungskosten, die die alternativen Anbieter den großen Energiekonzernen zahlen müssen. Diese können durch ihre Monopolstellung die Preise steuern. Trotzdem nimmt die Nutzung von Windenergie kontinuierlich zu. Schon jetzt sind 2,3 % der Stromrechnung für alternative Energien. Hiervon hält die Windenergie einen Anteil von 65 %, die Tendenz ist steigend.