Windpocken Impfung - Impfstoff umstritten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit Juli 2006 eine Windpocken Impfung einzuholen. Es bleibt aber nach wie vor jedem selbst überlassen, ob er sich impfen lassen möchte oder nicht...


Generell sind die Windpocken in der Bevölkerung als Kinderkrankheit bekannt und die meisten Erwachsenen heutzutage hatten sie in ihrer Kindheit auch. Dennoch empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) seit Juli 2006 eine Impfung gegen die Krankheit. Dafür wurden zwei Impfstoffe entwickelt. Beide enthalten Windpockenviren, die unschädlich gemacht wurden, und nur in sehr seltenen Fällen die Krankheit auslösen.

 

Windpocken gefährlicher als gedacht
Die Ständige Impfkommission (StIko) begründet ihre Empfehlung mit dem Hinweis, dass Windpocken gefährlicher seien, als man bisher angenommen hat. Gegner dieser Behauptung halten den empfohlenen Impfschutz aber für komplett überzogen. Aus einer Studie geht aber hervor, dass es bei etwa sechs Prozent der Windpockenerkrankungen zu Komplikationen kommen kann. Dazu zählen bakterielle Hautinfektionen oder Reizungen zentralnervöser Strukturen des Gehirns, auch wenn diese bei Kindern gutartig verlaufen. Die Gefahr einer Lungenentzündung besteht daher eher bei Erwachsenen.

 

Säuglinge frühzeitig impfen
Manchmal lässt die Wirksamkeit der Windpocken Impfung auch im Laufe der Jahre nach. Zu den Faktoren, die die Impfwirkung schmälern, gehören daher vermutlich Behandlungen mit Kortison, Asthma und eine Mumps-Masern-Rötelnschutzimpfung, die unmittelbar vor der Windpockenschutzimpfung erfolgte. Daher sollten Säuglinge weit vor dem 15. Lebensmonat geimpft werden.

 

Die Krankenkasse zahlt
Die meisten Krankenkassen erstatten auch eine Windpocken Impfung. Es bleibt daher der individuellen Beurteilung des Einzelnen überlassen, ob er sich gegen die Windpocken impfen lassen möchte oder nicht. Ein Beratungsgespräch beim Hausarzt für weitere Informationen hilft daher bei der Entscheidungsfindung.

 

 

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