Saisonale Depression
Die Winterdepression, auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt, ist gekennzeichnet durch die mangelnde Lebensfreude an den kürzer werdenden Tagen. Die Reduktion des Sonnenlichts hat einen direkten Einfluss auf die Stimmung. Denn nun wird vermehrt das Hormon Melatonin ausgeschüttet, welches bei Nacht – im Dunkeln – gebildet wird und Schlaf fördernde Wirkung ausübt. Daneben wird Serotonin – das stimmungserhellende Hormon – im Sommer früher gebildet, im Winter ist die Konzentration von Serotonin über den Tag hinweg gesehen sehr viel geringer. Wenn es im Winter also tagsüber nicht richtig hell wird, bleibt der Melatonin-Spiegel erhöht. Dies scheint der Auslöser für die schlechte Stimmung zu sein. Jedoch ist diese SAD nur bei etwa zwei Prozent vorrangig, denn das mangelnde Sonnenlicht macht generell allen mehr oder weniger zu schaffen. Dies ist somit ein natürlicher Prozess und muss nur bei wenigen wirklich behandelt werden. Warum Frauen dreimal so häufig von einer SAD betroffen sind als Männer ist noch nicht klar. Im Gegensatz zu der Winterdepression gibt es aber auch eine Frühjahrsdepression, die lichtunabhängig ist. Bei einer Frühjahrsdepression werden nicht genügend Gehirnbotenstoffe gebildet, sodass sich ein schlechtes Gefühl einstellt, das sich zu einer Depression steigern kann.
Altersdepression
Eigentlich gibt es keine Altersdepression, denn die Symptome entsprechen denselben, wie auch in jüngeren Jahren. Jedoch sind die Depressionen bei älteren Menschen ab sechzig Jahren meist auf Gesundheitsstörungen zurückzuführen. Im Alter sind die zunehmenden körperlichen Einschränkungen die häufigsten Auslöser für eine Depression. Häufig kann Demenz gleichzeitig mit einer Depression auftreten. Daneben wird eine Depression meist mit Demenz verwechselt. Ein weiterer Faktor für eine Depression im Alter ist auch, dass sich die Betroffenen einsam fühlen, mittlerweile leben sie vermutlich allein im Haus, der Partner ist bereits gestorben sowie liebe Freunde sind für immer von ihnen gegangen.