Wo kann man Elterngeld beantragen? Das zuständige amt finden

Wo kann man Elterngeld beantragen? Für die Erziehung neugeborener Kinder wird den Eltern Elterngeld gewährt, das aufwändig bei Elterngeldstellen der Länder beantragt werden muss.


Das Elterngeld soll einem Elternteil ermöglichen, sich nach der Geburt unabhängig von Arbeitspflichten allein dem Kind widmen zu können, doch wo kann man Elterngeld beantragen? Bevor das erste Elterngeld auf dem Konto ist, sind allerdings etliche Gänge und ein nicht unerheblicher Papierkrieg erforderlich. Anders als im Beamtenrecht, ist die Erziehungszeit auf längstens achtzehn Monate beschränkt.

Die Elterngeldstelen sind je Land unteerschiedlich

Wo kann man Elterngeld beantragen? Zwar wird das Elterngeld vom Bund gezahlt, aber von den Ländern verwaltet. Entsprechend sind jeweils unterschiedliche Elterngeldstellen eingerichtet. Im Internet findet sich ein Verzeichnis der Elterngeldstellen. Auch die Formulare für den Antrag auf Elterngeld sind je Bundesland unterschiedlich. Immerhin helfen die örtlichen Sachbearbeiter dabei, diese auszufüllen. Die im jeweiligen Land geltenden Vordrucke finden sich auch im Internet und können dort herunter geladen werden.

Die Antragstellung für das Elterngeld gilt als besonders kompliziert. Im Internet gibt es daher besondere Wissensseiten dazu und auch einen Antragsservice. Diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden. Das Elterngeld muss frühzeitig beantragt werden. Es wird rückwirkend nur für drei Monate vor der Antragstellung gezahlt. Dem Antrag müssen zahlreiche Unterlagen beigefügt werden, wie der Geburtsbescheinigung des Kindes, einen Nachweis über das Einkommen vor der Geburt, eine Bescheinigung der Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld und eine des Arbeitgebers über einen etwaigen Zuschusses. Dazu eine Bestätigung über die beabsichtigte Arbeitszeit während des Elterngeldbezuges und eine Eigenerklärung der beabsichtigten Arbeitszeit. Bereits bei Antragstellung muss angegeben werden, ob die Verlängerungsoption in Anspruch genommen werden soll.

Gegenüber der Elterngeldstelle besteht eine umfassende Auskunftspflicht
Die Auskunftspflicht des Antragstellers ist ebenso umfassend wie die des Arbeitgebers. Überdies muss die Elterngeldstelle ermächtigt wurden, Auskünfte bei Dritten einzuholen. Nachträgliche Änderungen in den persönlichen Verhältnissen sind anzuzeigen. Auch die versehentliche Verletzung von Auskunftspflichten ist bußgeldbewehrt. Das Bußgeld kann bis zu 2.000 Euro betragen.

Wo kann man Elterngeld beantragen? Mit deutscher Regelungswut wird weniger die Familie als die Bürokratie gefördert. Dennoch sollten Eltern nicht zögern, von der Möglichkeit der Erziehungszeiten Gebrauch zu machen. Wenig bekannt ist, dass die auch zwischen den Elternteilen aufgeteilt werden können. Allerdings müssen sich die Eltern auch hier frühzeitig im Klaren sein, wie eine solche Aufteilung geregelt werden soll.