Wohnen im Ausland - Tipps für das Auslandssemester

Wenn Sie für das Studium im Ausland ein Dach über dem Kopf finden müssen, sollten Sie nicht zögern.


Formalitäten und Gepflogenheiten der Wohnungssuche unterscheiden sich von Land zu Land. Pauschale Tipps sind daher nicht möglich, aber wir haben einige Hinweise, die für jedes Gastland von Nutzen sind.

 

Zeit ist Geld

  • Der erste und wichtigste Tipp lautet: Kümmern Sie sich rechtzeitig! Denn Sie brauchen vom ersten Tag an eine Unterkunft, und solange Sie die nicht haben, müssen Sie sich mit in der Regel kostspieligen Zwischenlösungen behelfen.

 

  • Sollte es Ihnen unmöglich sein, sich vorher um eine Wohnung zu bemühen, müssen Sie aber nicht zwangsläufig in einem teuren Hotel landen. Günstige Jugendherbergen, Hostels, Pensionen und Bed and Breakfast gibt es in fast jedem Land.

 

  • Doch selbst diese Alternativen zum Hotel werden auf die Dauer zum Kostenproblem, und Ansprüche wie eine Uni-nahe Lage und Kontakt zu anderen Studenten werden hier wahrscheinlich nicht erfüllt.

 

Uni ist erster Ansprechpartner

  • Sobald Sie eine Zusage für einen Auslandsstudienplatz bekommen haben, verfügen Sie auch über einen Ansprechpartner an der Ziel-Uni. Es lohnt sich in jedem Falle dort nachzufragen, denn die Ansprechpartner vor Ort kennen die lokalen Gepflogenheiten und wissen auch, ob ihre Uni über Studentenwohnheime verfügt oder eine Zimmervermittlung anbietet.

 

  • In den USA ist es beispielsweise nicht ungewöhnlich, das Universitäten auf dem Campus Wohnungen für Studenten anbieten. Oft gibt es auch Wohnungen oder Zimmer, die extra für Gaststudenten freigehalten werden.

 

Studentenwohnheim

  • Das Wohnen im Studentenwohnheim ist die preisgünstigste und am einfachsten vorab zu organisierende Form der Unterkunft. Wohnheimplätze werden zentral vergeben, Sie müssen sich also nur einmal bewerben und nicht diverse Vermieter kontaktieren.

 

  • Bei der Bewerbung entscheiden nicht persönliches Erscheinen und der Eindruck, den Sie auf den Vermieter machen, über den Erfolg, sondern nur die Frage, ob Sie eine gültige Einschreibung an der betreffenden Universität besitzen und ob es freie Plätze gibt. Das lässt sich perfekt im Vorwege organisieren und die Plätze sind günstiger als regulärer Wohnraum.

 

  • Selbst wenn Sie kein Wohnheimfan sind, ist diese Möglichkeit für ein einzelnes Gastsemester oder eine Übergangszeit in Erwägung zu ziehen. Einen großen Vorteil teilt sich das Wohnheim mit dem Wohnen in einer WG: Sie lernen Leute kennen.


Kontakte knüpfen in einer WG

  • Wenn Sie einen Platz in einer WG finden, werden Sie Land und Leute schnell kennen lernen. Sie knüpfen Kontakte, finden neue Freunde und erfahren von Jobs, Veranstaltungen und freien Wohnungen.

 

  • Um eine persönliche Vorstellung werden Sie oftmals nicht herumkommen, aber zumindest ist es unter Studenten oftmals üblich, freie Angebote im Internet zu veröffentlichen, so dass Sie schon in Deutschland recherchieren und Kontakt herstellen können. Hilfreich hierbei können auch soziale Netzwerke wie Facebook sein.

 


Andere Möglichkeiten

  • Kennen Sie Gaststudenten in Deutschland, die aus der Stadt kommen, in der Sie studieren wollen? Sprechen Sie sie an, fragen Sie nach Tipps und vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit, eine verwaiste Wohnung im Ausland zu übernehmen. Speziell für diesen Zweck gibt es Wohnungstauschportale im Internet.

 

  • Der klassische Weg ist die Suche auf dem freien Wohnungsmarkt. In vielen, aber längst nicht allen Ländern werden Sie Angebote im Internet finden. Im geringem Umfang veröffentlichen auch deutsche Immobilienportale Angebote für Wohnraum im Ausland.