Wohngeld beantragen

Menschen mit einem geringen Einkommen können Wohngeld beantragen. Dieses kann je nach Höhe des Einkommens und der Miete unterschiedlich hoch ausfallen.


Die erste eigene Wohnung ist die Erfüllung eines Traums, der finale Schritt in die Unabhängigkeit. Doch, wenn man keinen lohnenden Nebenjob hat oder die Eltern finanziell unter die Arme greifen, ist selbst eine Einzimmerwohnung fast unbezahlbar. Besonders Studenten, aber auch Rentner und Schüler können daher Wohngeld beantragen.

Was ist Wohngeld?
Der Staat unterstützt mit dem Wohngeld Mieter oder Wohneigentümer mit geringem Einkommen. Ziel ist es, dass auch Geringverdienenden die Möglichkeit gegeben wird, sich bezahlbaren Wohnraum leisten zu können.

Wer bekommt Wohngeld?
Man unterscheidet zwei verschiedene Formen des Wohngelds. Einerseits gibt es einen Mietzuschuss für Mieter, andererseits haben auch Hauseigentümer, die ihr Eigentum selbst bewohnen, Anspruch auf die finanzielle Unterstützung. Diese Form nennt sich Lastenzuschuss. Hartz IV-Empfänger und Sozialgeldempfänger haben keinen Anspruch auf Wohngeld, auch Wehrdienstleistende und solche Menschen, die die festgelegte Einkommensgrenze überschreiten, müssen die Miete mit eigenen Mitteln bestreiten.

Wo bekomme ich den Antrag?
Die Anträge gibt es im Internet oder bei der örtlichen Wohngeldstelle. Gehen Sie einfach zu Ihrer Stadt-, Gemeinde-, Amts- oder Kreisverwaltung: Hier liegen die Anträge aus. Die Angestellten der Wohngeldstelle helfen beim Ausfüllen des Formulars und beantworten mögliche Fragen. Neben dem ausgefüllten Antrag müssen Sie auch eine Vermieter- und Verdienstbescheinigung einreichen. Wenn Sie Sozialleistungen oder Unterhalt, Pflegegeld oder andere Gelder erhalten, müssen diese ebenfalls schriftlich dokumentiert werden. Auch Kapitalerträge müssen angegeben werden. Für den Lastenzuschuss ist zusätzlich ein Grundsteuerbescheid oder alternativ ein Nachweis über die Höhe der Erbbauzinsen nötig.

Bewilligungsdauer: rechtzeitig neu Wohngeld beantragen
Wohngeld wird jeweils für ein Jahr bewilligt. Wenn sich jedoch etwas an den persönlichen Lebensumständen ändert, muss die Berechnung neu erfolgen. Bleibt alles unverändert, sollten Sie spätestens zwei Monate vor Ablauf des Kalenderjahres einen neuen Antrag stellen, damit Ihnen keine finanzielle Lücke entsteht.
Wurde Ihre Miete erhöht, ist ein Baby geboren worden oder beziehen Sie nun Hartz IV? In all diesen Fällen kann das Wohngeld erhöht, verringert oder sogar ganz gestrichen werden. Letzteres tritt beispielsweise ein, wenn ein Familienmitglied, das bisher Wohngeld bezogen hat, nun Sozialleistungen in Anspruch nimmt.

Berechnungsgrundlagen
Damit das Amt berechnen kann, ob Sie anpruchsberechtigt sind, werden drei Faktoren berücksichtigt: das monatliche Einkommen, die Miete sowie die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Für all diese Umstände gelten bestimmte bestimmte Obergrenzen, die der Berechnung zugrunde gelegt werden.