Wohngeld berechnen

Wer sein Wohngeld berechnen will, muss drei Faktoren berücksichtigen: das Einkommen, die Anzahl der Familienmitglieder und die Miete.


Wenn ein neuer Antrag eingereicht wird, sind drei Faktoren ausschlaggebend. das ist zum Einen die Familiengröße, das monatliche Einkommen und die Miete. Grundsätzlich haben alle Bürger Anspruch auf Wohngeld, auch Studenten. Jedoch gelten bestimmte Obergrenzen für das Einkommen, sodass nicht jeder Antrag auch bewilligt wird. Für Studenten gilt dies jedoch nicht. Hier erfahren Sie, wie Sie das Wohngeld berechnen können.

Wieviele Personen leben in Ihrem Haushalt?
Laut dem Wohngeldrecht zählen zu den Familienmitgliedern:

  • Haushaltsvorstand
  • Ehegatte
  • Eltern 
  • Kinder (auch Adoptiv- und Stiefkinder)
  • Geschwister
  • Tanten und Onkel

Diese im Haushalt lebenden Personen werden aber nur berücksichtigt, wenn sie in derselben Wohnung leben und nicht vom Anspruch auf Wohngeld, etwa durch Bezug von Hartz IV, ausgeschlossen sind.

Monatliches Einkommen wichtig zum Wohngeld berechnen
Als Einkommen gilt nicht das klassische Netto- oder Bruttoeinkommen. Im Sinne des Wohngeldrechts gelten alle „steuerpflichtigen Einkünfte im Sinne des Einkommenssteuergesetzes zusätzlich bestimmter steuerfreier Einnahmen und Abzugsbeträge“ als Einkommen. Dazu zählen sowohl der monatliche Verdienst als auch Gewinne oder andere Kapitalerträge. Bei Singles gilt alles, was monatlich in die Kasse kommt, bei Familien werden die einzelnen Einkommen zusammengerechnet. Zu den Einnahmen zählen auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Rente und Arbeitslosengelder. Für jeden Antragssteller gelten jedoch bestimmte Freibeträge, die nicht mit angerechnet werden. Das sind grundsätzlich sechs Prozent, der als Pauschalbetrag abgesetzt werden kann. Darüber hinaus werden die monatlichen Belastungen berücksichtigt. Je nach Höhe der monatlichen Zahlungen an Krankenkasse, Steuern und Rentenversicherung können bis zu 30 Prozent als Abzug geltend gemacht werden.

Miete
Die Miete wird nur angerechnet, wenn ein entsprechender Vertrag vorliegt. Jedoch gilt nicht die Kaltmiete als Berechnungsgrundlage, sondern auch die Nebenkosten werden berücksichtigt. Ausgenommen von diesen Nebenkosten sind die Heizkosten sowie die Miete für Garagen, Stellplätze oder Hausgärten. Da die Mieten in Deutschland von Region zu Region höchst unterschiedlich ausfallen können, haben die Wohngeldstellen ein einheitliches Bewertungsverfahren entwickelt, das die Mieten in sechs Mietstufen einteilt. Egal, wie hoch die Miete im Einzelfall ist, sie wird nur bis zu einer bestimmten Obergrenze angerechnet, diese liegt bei einem Singlehaushalt bei 370 Euro, für einen Zweipersonenhaushalt 455 Euro, für einen Dreipersonenhaushalt gilt die Grenze von 540 Euro, leben vier Personen in derselben Wohnung gilt ein Betrag von maximal 630 Euro.

Änderung der Wohngeldhöhe ab 2009
Ab diesem Jahr erhalten alle Anspruchsberechtigten mehr Wohngeld. Die Steigerung umfasst 60 Prozent, das heißt beispielsweise bei einem vorherigen Wohngeldanspruch von 90 Euro beträgt dieser ab 2009 rund 140 Euro. Neu ist außerdem, dass nun auch die Heizkosten in die Berechnung einbezogen werden. Hierbei gilt ein Pauschalbetrag von 50 Cent pro Quadratmeter.

Mitteilungspflicht
Jeder Empfänger von Wohngeld ist verpflichtet, Änderungen, die Einfluss auf die Höhe des Anspruchs haben, sofort dem zuständigen Amt mitzuteilen. Das betrifft beispielsweise einen Umzug, die Minderung der Miete sowie eine Erhöhung des Einkommens um mehr als 15 Prozent.