Wohnung Mietvertrag

Ob mündlich, schriftlich, befristet oder nicht. Ein Wohnung Mietvertrag bringt Pflichten sowie Forderungen mit sich.


Eine ultimative Form für einen Mietvertrag gibt es laut Mietrecht nicht. Ein Mietvertrag kann auf einer Serviette verfasst werden oder auch mündlich. Das liegt ganz an den Beteiligten. Das einzige, was vorhanden sein muss, sind Klauseln über die Höhe der Miete, der Beteiligten, und um welches Wohnobjekt es sich handelt. Sind diese Sachen mit Unterschrift beider Parteien bestätigt, so ist das Vertragsverhältnis festgesetzt und gültig.

Der mündliche Wohnung Mietvertrag
Was viele Menschen nicht bedenken, ist, dass es sogar Mietverträge gibt, die mündlich gemacht worden sind und diese genauso rechtskräftig sind, wie solche, die in aller Förmlichkeit mit PC auf einem Schriftstück erstellt wurden. Der Vorteil eines mündlichen Mietvertrags liegt darin, dass keine Extraklauseln in Kraft treten können, die den Mieter dazu verpflichten, bei Auszug Schönheitsreparaturen durchzuführen oder ähnliches. Per Handschlag werden dann nur die Ansprüche festgelegt, die im Bürgerlichen Gesetzbuch aufgeführt sind.
Auch, wenn es sehr selten ist, dass ein solcher Vertrag mündlich vorgenommen wird, so kommt es doch vor. Zu empfehlen ist dem Vermieter aber immer, ein Schriftstück aufzusetzen, denn im Falle des Falles gibt es dann einen handfesten Beweis dafür, dass ein Mietverhältnis besteht.

Der unbefristete Mietvertrag
Die häufigste Form des Mietvertrags allerdings ist der unbefristete Mietvertrag. Auch ein mündlich abgeschlossener Mietvertrag hat die Eigenschaft „unbefristet“. Diese Art von Mietverträgen kann beidseitig jederzeit beendet werden, allerdings gibt es Kündigungsfristen einzuhalten. Für den Vermieter bedeutet dies, dass sich die Kündigungsfrist seinerseits an der Wohndauer des zu kündigenden Mieters orientiert. Wohnt dieser weniger als fünf Jahre in der Wohnung, so besteht eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Ab diesem Zeitpunkt wird die Kündigung relativ dazu angehoben. So kann eine Frist von bis zu 12 Monaten entstehen. Im Gegensatz zum Vermieter kann der Mieter jederzeit zu einer geringen Kündigungsfrist von nur drei Monaten ausziehen. Er muss zudem auch keine Gründe angeben, wobei die Gegenpartei wiederum einen triftigen Grund anzugeben hat, wenn er den Mieter kündigen möchte.

Der Zeitmietvertrag
Auf der anderen Seite besteht der befristete Wohnung Mietvertrag. Wie der Name schon sagt, liegt hier ein auf Zeit begrenztes Mietverhältnis vor. Dies ist oft bei der Anmietung von möblierten Zimmern innerhalb einer WG oder eines Studentenheimes der Fall. Dieses Mietverhältnis ist rein rechtlich gesehen nicht zu kündigen. Sollte man aber doch aus beruflichen Gründen, die unvorhersehbar waren, aus der Wohnung vorzeitig raus müssen, so kann man mit dem Vermieter eine Einigung erzielen. Oftmals willigt ein Vermieter ein, wenn man ihm anbietet, dass ein Nachmieter gesucht wird, der pünktlich einzieht. Dies muss schriftlich festgesetzt werden. Auch eine Kündigung kann nur schriftlich erfolgen.
Seit dem 01.09.2001 sind aber nur noch sogenannte „qualifizierte Zeitmietverträge“ möglich. Das heißt, dass bei Vertragsabschluss ein zuverlässiger Befristungsgrund angegeben werden muss. Ansonsten ist der Mietvertrag unbefristet und kann unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen gekündigt werden.
Ein solcher Mietvertrag endet, wenn keine Verlängerungsklausel beinhaltet ist, zum angegebenen Termin.