Wohnzimmer einrichten – Farben, Deko und Raumdesign

Es existieren zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Wohnzimmer stilecht und zugleich gemütlich einzurichten. Allerdings sind dadurch auch unterschiedliche Stilsünden zu beachten. Mit der richtigen Farbkombination und den richtigen Möbeln sowie Dekorationselementen ist es jedoch kein Problem, Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.


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Das Wohnzimmer ist in vielen Fällen das Herz des Hauses oder der Wohnung. Entsprechend viel Aufmerksamkeit wird ihm bei der Einrichtung zuteil. Oft dauert es länger, die passenden Möbel für das Wohnzimmer zu finden. Trotz der großen Aufmerksamkeit, die der Einrichtung entgegengebracht wird, gibt es jedoch immer noch einige Stilsünden in den Wohnzimmern. Grundsätzlich gilt, einen Kontrast zwischen Fußboden und Wand zu schaffen, den Raum nicht mit zu vielen Möbeln oder Accessoires zu überladen, einen Raummittelpunkt zu wählen und auf massive Wohnwände zu verzichten.

Mit Farben im Wohnzimmer für Kontraste sorgen

  • Ein Fußboden, der sich optisch nicht von der Wand abhebt, wirkt irritierend. Das Auge ist es gewöhnt, eine Grenze zwischen Fußboden und Wand zu ziehen. Daher ist es sinnvoll, für einen Kontrast zu sorgen, der die Grenze optisch darstellt, berichtet ratgeber.immowelt.de.
  • In den meisten Fällen ist der Fußboden dunkler als die Wand. Dies ist dadurch zu begründen, dass das Wohnzimmer so optisch größer wirkt. Ein heller Fußboden und eine dunkle Wand sorgen demnach für eine optische Verkürzung der Wände, der Raum wirkt gedrungen.
  • Diesem Effekt kann allerdings mit einfachen Mitteln entgegengewirkt werden: Ein Streifen, der wenige Zentimeter breit ist, oben an der Wand verläuft und die gleiche Farbe wie die Decke besitzt, sorgt für eine optische Streckung des Raums.Bei der Farbwahl sind keine Grenzen gesetzt – es ist nur darauf zu achten, welcher Eindruck vermittelt werden soll. Dunkles Rot beispielsweise strahlt Wärme aus, ein grelles Rot hingegen wirkt eher bedrohlich.
  • Um den Raum nicht unruhig wirken zu lassen, sollten sich bei der Verwendung von Mustern die Farben wiederholen, die für die Einrichtung genutzt werden. Außerdem sehen wenige große Verzierungen an den Wänden meist einladender aus viele kleine.

Viele Eyecatcher verwirren das Auge

  • Einrichtungsratgeber empfehlen, einen oder zwei Eyecatcher in einem Raum zu platzieren. Dies sind Dekorationselemente, die den Blick auf sich ziehen. Eine Zimmerpalme beispielsweise oder ein Wand-Tattoo lassen den Raum bereits wohnlicher wirken.
  • Je nach Größe des Raumes können auch mehre Dekorationsartikel verwendet werden. Zu viele sorgen allerdings für Unruhe: Die Augen wissen nicht, worauf sie sich konzentrieren sollen und huschen von einem Blickfang zum nächsten. Dies wirkt auf Gäste verwirrend und ein Gefühl von Unbehagen kann entstehen.
  • Für Eyecatcher gilt daher grundsätzlich: Weniger ist mehr. Wer solche Dekorationen in seinem Wohnzimmer haben möchte, sollte sparsam damit umgehen. Damit der Raum dennoch bewohnt und nicht spartanisch wirkt, gibt es viele andere Möglichkeiten der Dekoration – gefüllte Bücher- oder DVD-Regale beispielsweise.

Der Raum hat nur einen Mittelpunkt

  • Besonders bei großen Räumen fällt dieser Fehler häufig auf: Es gibt nicht nur einen, sondern zwei Raummittelpunkte. Dies sollte jedoch vermieden werden. Selbst wenn Wohn- und Essbereich in einem Raum zusammengefasst sind, gilt es, sich zu überlegen, was dominierend wirken soll: Die Sofa-Ecke oder der Esstisch.
  • Das dominierende Element bildet den Raummittelpunkt. Wer diesen auf das Sofa legen möchte, sollte sich daher für eine Sofalandschaft entscheiden, die den Raum einnehmen kann. Um das richtige Sofa zu finden, müssen meist verschiedene Einrichtungshäuser durchsucht werden – oder die Suche wird auf das Internet verlagert. Quelle.at bietet beispielsweise für verschiedene Raumgrößen die passende Polstergarnitur an.
  • Mit einem großen Ecksofa, das sich zudem optimal als Raumtrenner zum Essbereich eignet, ist klar, welches Element im Wohnzimmer dominiert und wo sich folglich der Raummittelpunkt befindet.

Den Fernseher nicht in massiven Wohnwänden verstecken

  • Was bis vor einigen Jahren noch Trend war, ist mittlerweile längst überholt: Schrankwände, die eine gesamte Wand einnehmen und den Blick auf das dahinter komplett versperren. Dieses rustikale und vor allem massive Einrichtungselement passt zwar gut in den Landhausstil – nicht aber in eine moderne Stadtwohnung.
  • Die neuen Flachbildfernseher wirken modern und können auch ohne Probleme aufgestellt werden. Meist verfügen die Geräte über verschiedene Aufstell-Variationen. Entweder sie werden an die Wand montiert oder haben festen Stand dank integriertem Standfuß.
  • Ideal für die modernen Geräte sind daher Kommoden oder eine dezente Wohnwand. Letzteres ist ein Einrichtungsgegenstand, der aus mehreren Elementen besteht: Einer Abstellfläche für den TV sowie ein paar stehenden und hängenden Schränken. Diese Lösung wirkt offen und bietet gleichzeitig Stauraum für das Wohnzimmer.