Wollkleidung - Stricken wie bei Oma

Der Umgang mit Wollkleidung ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur die richtigen Hinweise beachten. Wollkleidung muss nicht immer gewaschen werden. Meist reicht auch ein kräftiges Ausschütteln an der frischen Luft


Schon die Großmutter kannte das Geheimnis der Maschen und strickte den Enkelkindern viele farbenprächtige Pullover, Schals und Socken. Nicht nur Kleidungsstücke sondern auch Taschen oder sogar Teddybären können aus dem Naturstoff entstehen. Schafe, Kaninchen oder Ziegen sind die Lieferanten von Wolle. Im ersten Schritt müssen die Tierhaare abgeschoren wurden, werden sie gewaschen, gekämmt und gefärbt.

 

Edle Naturkleidung

Anschließend kann man sie zu den handlichen Wollknäuel, die man in Fachgeschäften vorfindet, aufwickeln. Wie schon die vormaligen Besitzer vermag die Wolle auch den Menschen zu wärmen, denn das ist die wichtigste Eigenschaft des Naturmaterials. Außerdem nimmt es Schweißgeruch schlechter an als andere Stoffe.

 

Wie bleibt die Kleidung wie neu?
Der Umgang mit Wollkleidung ist nicht immer ganz einfach. Bei unsachgemäßer Reinigung kann der Lieblingspullover schonmal aus der Form geraten oder die Farbe ändern. Mit den folgenden Ratschlägen jedoch bleiben all ihre wollenen Kleidungstücke lange ansehnlich. Wollkleidung regeneriert sich am besten an der frischen Luft. Manchmal reicht bereits ein sorgfältiges Ausschütteln oder Ausbürsten der Kleidungsstücke. 

Handwäsche
Einige Kleidungsstücke dürfen nur mit der Hand gewaschen werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Temperatur möglichst konstant bleibt, um die schonende Pflege der Wolle zu ermöglichen. Weichen Sie das Kleidungsstück nicht ein und entnehmen Sie es nach der Reinigung nur mit beiden Händen, um ein Ausleiern zu verhindern.

 

Pflegeanweisungen
Natürlich darf Wollkleidung auch in die Waschmaschine. Beachten Sie hier aber in jedem Fall die Pflegeanweisungen. Drehen Sie die Kleidung auf links und befüllen Sie die Trommel, allerdings nur zu einem Drittel. Zuerst sollte das Wasser einlaufen und die Teile benässen. Erst dann wird das Waschmittel zugegeben. Ein spezielles rückfettendes Wollwaschmittel, das genauestens auf den PH-Wert der Naturfasern abgestimmt wurde, ist genau das Richtige. Auf keinen Fall darf Weichspüler verwendet werden, da es die Naturfasern zu sehr angreift.

 

In der Waschmaschine
Die Kleidung sollte bei 30 Grad und nur in einem schonenden Waschgang gereinigt werden. Nach dem Waschen darf das Kleidungsstück nicht ausgewrungen werden. Auch der Einsatz eines Trockners ist nicht zu empfehlen. Der Pullover wird sachte in Form gebracht und auf einem großen Handtuch liegend getrocknet. Der Trocknungsvorgang sollte unter keinen Umständen auf der Heizung oder unter direkter Sonneneinstrahlung beschleunigt werden. Ist der Lieblingspullover doch einmal durch zu lange Waschzeiten oder zu hohe Temperaturen verformt worden, hilft die Behandlung mit Dampf. Damit die Wolle wieder schön weich wird, empfiehlt sich eine Aufplusterung mit der Kaltluft des Trockners. Und Stark kratzende Pullover werden kuschelweich mit einer Haarkur. 

Richtig lagern
Auch die richtige Lagerung ist wichtig, damit die geliebten Stücke nicht von hungrigen Motten durchlöchert werden. Das betreffende Kleidungsstück einfach in Zeitungspapier einwickeln oder mit Lavendel oder Zitrone besprühen und ruhigen Gewissens überwintern lassen. Aber warum darf Wolle eigentlich nur im Winter getragen werden. Ein luftiges Top oder eine Strickjacke ist auch im Sommer ein modischer Hingucker.