Wühlmausbekämpfung - keine Gnade mit der Gartenplage

Hier finden Sie zahlreiche Tipps und Trick bezüglich der Wühlmausbekämpfung im Garten!


Wer noch nicht unter Wühlmäusen leidet, mag versuchen, sie mit sanften Methoden davon abzuhalten, sich im Obst- oder Blumengarten anzusiedeln. Häufig wird geraten, bestimmte Pflanzen einzusetzen, um die Nager zu vertreiben. Dies ist allerdings wenig hilfreich. Auch kursieren Tipps, man solle Heringsköpfe in die Gänge legen, doch auch Menschen- oder Raubtierhaare - etwa von Hunden und Katzen - in den Bauten sollen Wühlmäuse vertreiben.

Wühlmausbekämpfung

  • Leider sind die gern genannten, zahlreichen Pflanzen zur Vergrämung ungeeignet. Auch mögen Wühlmäuse zwar tatsächlich keine Vibrationen, aber die entsprechenden Geräte sind teuer, benötigen Batteriestrom und wirken lediglich innerhalb eines kleinen Radius. Windbetriebene Geräte funktionieren eben auch nur bei Wind und zeigen außerdem eine eher schwache Wirkung.
  • Köder aus dem Handel sollen im Bau die Tiere durch unerträglichen Gestank vertreiben. Dass hochfrequente Töne durch im Boden versenkte Lautgeber tatsächlich gegen Wühlmäuse helfen, ist wohl dem Wunschdenken zuzurechnen.
  • Einen Versuch wert ist die "Flutung" der Gänge, die jedoch regelmäßig wiederholt werden muss. Nicht anzuraten ist wohl die "Ablenkungsfütterung" mit Topinambur, da sich die Kunde von einem solchen Futterparadies schnell verbreiten dürfte und die anschließende Wühlmausplage vorprogrammiert ist.
  • Die sicherste Bekämpfung der Wühlmaus endet für diese tödlich. Für die folgenden Methoden sollte grundsätzlich vorab geklärt werden, ob durch ihren Einsatz keine Nützlinge oder geschützte Tiere, etwa Maulwürfe und Eulen oder Haustiere, gefährdet werden: Dies sollte unbedingt ausgeschlossen werden! Auf Gifte sollte man außerdem verzichten.

Aufstellen von Fallen auch von Laien möglich

  • Lebendfallen sind nicht zu empfehlen, da die unruhigen Tiere in ihnen schnell qualvoll umkommen. Besser ist der Einsatz von Tötungsfallen, die allerdings richtig konstruiert sein müssen. Außerdem müssen die Köder richtig angebracht sein.
  • Fallen können gemietet oder gekauft werden und sind gegen Wühlmäuse sehr effektiv. Wer das eigenhändige Einbringen der Fallen in die Gänge und die regelmäßige Kontrolle scheut, kann dies von Schädlingsbekämpfern ausführen lassen; doch sind die handelsüblichen Fallen meist so konstruiert, dass sie auch vom Laien gut eingesetzt werden können.
  • Zu beachten ist, dass sie nicht neu oder nach Mensch duften sollten; hier hilft gründliches Abreiben mit Erde oder Sellerie und Arbeiten mit Handschuhen. Der Einsatz mehrerer Fallen über einen längeren Zeitraum garantiert eine deutliche Reduzierung der Mäusepopulation. Ein Anbringen von Fallen an neuralgischen Wiederansiedlungswegen verhindert zuverlässig einen Neubefall.

Wühlmaus-Selbstschussanlagen - garantiert tödlich

  • Selbstschussanlagen werden gespannt, entsichert und im Wühlmausgang aufgestellt. Wenn das Tier versucht, den beschädigten Gang zu verschließen, löst sich der "Schuss" – eigentlich plötzlich entweichende Druckluft aus der Spezialpatrone der Anlage.
  • Dass diese Konstruktionen gesichert, regelmäßig gewartet und gegebenenfalls neu bestückt werden müssen, versteht sich von selbst. Selbstschussanlagen eignen sich weniger gut als vorbeugende Falle, da hierdurch Nützlinge zu sehr gefährdet werden. Wühlmaus-Selbstschussanlagen kosten etwa 30 Euro pro Stück.

Natürliche Feinde

  • Wer Katzen in seinem Garten duldet und auch gegen Marder nicht vorgeht, hat gute Chancen, von einer Wühlmausplage verschont zu bleiben. Die Nähe alter Gebäude könnte Schleiereulen und Wildkäuzchen anlocken - auch diese ernähren sich gern von Mäusen.
  • Unterstützend wirkt die Anwesenheit natürlicher Feinde gegen diese Schädlinge allemal und sollte unbedingt gefördert werden. Dies ist unter anderem möglich durch das Aufstellen von Sitzkrücken für Greifvögel.