Wühlmausbekämpfung - nicht mit Chemie

Zur Wühlmausbekämpfung muss man nicht immer zu Chemikalien greifen. Es gibt auch andere sinnvolle Maßnahmen.


Wenn plötzlich Obstbäume absterben, Rosen oder Gemüsepflanzen umkippen, dann sind hier womöglich Wühlmäuse am Werk. Wühlmäuse nagen mit Vorliebe an Pflanzenwurzeln, Blumenzwiebeln, Kartoffeln und Wurzelgemüse und können dabei große Schäden anrichten. Auf chemische Abwehr sollte man allerdings verzichten. Wühlmäuse sind letztlich sinnvoller Teil des Ökosystems, haben allerdings durch den Menschen weniger Lebensraum zur Verfügung und werden durch die Köstlichkeiten in dessen Garten regelrecht angelockt.

Schnell handeln

  • Sollte man Wühlmäuse bei sich im Garten entdecken, ist es ratsam, schnell etwas zu unternehmen. Vorausgesetzt, man möchte zumindest einen Teil seiner Pflanzen retten. Wühlmäuse legen ein unterirdisches, verzweigtes Gängesystem an.
  •  Im Nest bringen Wühlmausweibchen jährlich bis zu 25 Junge in drei bis vier Würfen zur Welt. Es gibt 32 Wühlmausgattungen mit über 200 Arten. Zu der Familie der Wühlmäuse zählen auch Bisamratten, Wasserratten, die Feldmaus, die Erdmaus und der Lemming, letzterer ähnelt allerdings eher einem Hamster und bewohnt die arktischen Gebiete Europas und Asiens.

Die Wühlmausbekämpfung

  • Zum Glück benötigt man zur Wühlmausbekämpfung keine chemischen Hilfsmittel. Davon wird auch sehr abgeraten, denn die chemischen Zusätze werden innerhalb der Nahrungskette immer weitergegeben.
  • Ob allerdings der Maulwurfschreck das richtige Mittel ist, um Wühlmäuse zu vertreiben, bleibt fraglich. Anhand eines unangenehmen Frequenztons soll er unterhalb der Erde Maulwürfe wie auch Wühlmäuse im Umkreis von 30 Metern fernhalten.
  • Leider sind viele gern genannte Vergrämungspflanzen wenig wirksam. Wenn es nicht stört, kann man auch die Module von klingenden Geburtstagskarten in die Gänge legen, zum Schutz sollten sie in Plastikrohre gesteckt werden. So spielen sie mehrere Tage lang.
  • Diese Form von Dauerlärm vertragen die Wühlmäuse nur sehr schlecht und räumen automatisch das Feld. Jedoch sollte man nicht vergessen, die Grußkarten auch wieder zu entfernen.
  • Lebendfallen können die zappelnden Tiere qualvoll verenden lassen, denn die Fallen können nicht ständig kontrolliert werden. Tötungsfallen sind hier sinnvoller, sollten allerdings mit großer Sorgfalt ausgesucht werden, da nicht alle Modelle sinnvoll konstruiert sind. Der Köder muss außerdem sorgfältig und durchdacht befestigt werden.

Geschickte Wühlmausabwehr

  • Obstbäume oder Blumenzwiebeln können durch einen Korb aus Drahtgeflecht vor den Wühlmäusen geschützt werden. Diesen Schutz können die kleinen Mäusezähne nicht so mühelos durchbeißen. Aber auch zum Beispiel vom Friseur besorgte Haarbüschel sollen, um die Wurzeln gelegt, Wunder wirken.
  • Barrieren aus Drahtgitter
    im Boden können Abhilfe schaffen. Wenig hilfreich ist jedoch das Anpflanzen von Topinambur. Die kleinen Nager fressen äußerst gern die Knollen dieses Gewächses und werden dadurch eher noch angezogen.
  • Sinnvoll ist es auch, widerstandsfähige Blumen wie Schneeglöckchen, Maiglöckchen oder Krokusse zu pflanzen. Diese erholen sich nach einer Beschädigung durch die Wühlmaus meist gut.