Wurzelkanalrevision

Eine Wurzelkanalrevision wird nötig, wenn die vorangegengene Wurzelbehandlung nicht ausgerecht hat. Dann sind häufig noch Bakterien in den Wurzelkanälen vorhanden, die entfernt werden müssen.


Wurzelkanalrevision ist die Bezeichnung für eine erneute Wurzelbehandlung. Diese wird nötig, wenn die vorherige nicht erfolgreich gewesen ist. Von Misserfolg spricht man meist, wenn sich in den Wurzelkanälen noch Mikroorganismen befinden oder das Füllmaterial unzureichend oder zu stark eingebracht wurde. Entzündungen sind meist ein Hinweis darauf, dass dies der Fall ist. Bei der vorangegangenen Wurzelbehandlung wurde bereits versucht, einen an sich toten oder irreparabel geschädigten Zahn an seinem Platz im Gebiss zu erhalten und so künstlichen Zahnersatz zu vermeiden. Dafür entfernt man alles noch lebende Gewebe einschließlich der Nerven und Blutgefäße und verschließt den Zahn dicht mit Hilfe eines Füllmaterials. Durch die Schwierigkeit der Behandlung, die sich vor allem aus dem komplizierten Aufbau der Wurzelkanäle ergibt, kann es dabei zu Komplikationen kommen.
 

Wiederholung der Wurzelbehandlung

In einem solchen Fall kann ein weiteres Mal versucht werden, den Zahn zu retten, indem das Verfahren der Wurzelkanalrevision durchgeführt wird. Die Alternative zur Wurzelkanalrevision oder der letzte Schritt vor der Entfernung des toten Zahns wäre eine Wurzelspitzenresektion. Hierbei wird jedoch ein Stück der Wurzelspitze entfernt und somit der Zahn etwas instabiler im Kiefer verankert. Aus diesem Grund sollte zunächst versucht werden, das Behandlungsergebnis durch eine Wiederholung zu beheben. Bei der Wurzelkanalrevision wird zunächst bei der vorherigen Behandlung in die Wurzelkanäle eingebrachtes Füllmaterial entfernt. Nun werden diese gründlich gereinigt und desinfiziert, um alle Bakterien abzutöten. Wenn nötig wird eine Entzündung mit Hilfe von Medikamenten behoben, unter Umständen direkt im Zahn. Im Anschluss wird der Zahn wieder verschlossen. Es ist wichtig, dass dies so geschieht, dass keine Hohlräume oder Zugänge zurückbleiben, die eine erneute Infektion zulassen. Auch eine zu starke Befüllung kann Entzündungen hervorrufen. In Anbetracht der Tatsache, dass die engen Wurzelkanäle zuvor schon einmal mit Instrumenten behandelt wurden, können diese mitunter angegriffen sein und dazu führen, dass die Therapie misslingt. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei etwa 20 bis 40 Prozent.