Zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat eines Menschen geschieht etwas ganz Wunderbares: Aus dem weichen rosa Babygaumen wachsen kleine harte Gebilde – die Zähne. Ähnlich einem Initiationsritus erheben sich im Laufe mehrerer Monate nach und nach die wichtigen Kauwerkzeuge aus dem Kieferknochen. Für viele Eltern ist dieser Prozess mit Belastungen und viel Geduld verbunden, da das „Zahnen“ nicht selten mit Schmerzen und Fieber einher geht. Für das Baby jedoch ist diese Entwicklung gleichbedeutend mit dem Übergang in eine neue Lebensphase. Denn statt breiiger Kost kann das Kind nun verstärkt feste Lebensmittel zu sich nehmen.
Vielseitig einsetzbar
Bereits die Urmenschen verfügten über ein ansehnliches Arsenal von Kauwerkzeugen. Mithilfe eines robusten Systems von ganzen 32 – inklusive der Weisheitszähne – Zähnen zerkleinerten sie Fleisch und Aas. Heute müssen unsere „Beißerchen“ ganz ähnliche Aufgaben erfüllen. Dabei kommen den verschiedenen Zahnarten auch unterschiedliche Funktionen zu. Mit den vorne liegenden Schneidezähnen etwa wird die Nahrung kleingeschnitten, die spitzen Eckzähne hingegen sind in der Lage, härtere Bestandteile aus den Lebensmitteln herauszureißen. Doch Zähne sind nicht nur Kauwerkzeuge. Zärtlich am Hals des Partners knabbern, mit den Zähnen klappern, wenn es draußen kalt ist oder sie stolz vorzeigen, wenn man lächelt – Zähne sind ganz multifunktional einsetzbar.
Der Zahn der Zeit
Bereits im Kindesalter lernen wir geeignete Maßnahmen, um unsere Zähne dauerhaft gesund zu erhalten. Mit Zahnbürste, -seide und -pasta treten wir den täglichen Kampf gegen Karies und Paradontose an. Nicht immer erfolgreich. Löcher, Zahnbelag und Mundgeruch sind nur einige der Folgen schlechter Mund- und Zahnhygiene. Wenn es dann noch in der Mundhöhle schmerzt, ist der Gang zum Zahnarzt unerlässlich. Auch, wenn ein Unfall zu sichtbaren Schäden am Zahnbild geführt hat, muss der Fachmann aufgesucht werden. Dieser kann mit verschiedenen Zahnbehandlungen vorhandene Schäden reparieren.
Krankes und Zerstörtes ersetzen
Doch manchmal sind die Zähne so sehr geschädigt, dass nur ein künstlicher Ersatz infrage kommt. Je nach Grad der Beschädigung stehen dem Zahnarzt verschiedene Möglichkeiten zur Zahnsanierung zur Verfügung. Kleinere Defizite können bereits mit einer Krone ausgeglichen werden, wenn jedoch mehrere Zähne fehlen, hilft meist nur noch eine Prothese.