Zahlenkodierung - ein ausgeklügeltes System

Wer sich lange Zahlenreihen merken muss, sollte auf die Technik der Zahlenkodierung zurückgreifen.


Heute wissen wir viel darüber, wie das menschliche Gehirn funktioniert, welche Abläufe stattfinden und wie wichtig unser Denken für unser Handeln ist. Forscher entdecken dauernd neue Geheimnisse über unseren körpereigenen “Computer”, der uns verständlich macht, wie wir unser Denken optimieren können.
In der Antike hingegen, wussten die Menschen nur ein Bruchteil von dem, was wir heute erfahren haben, allerdings kannten sie auch schon Mittel und Wege, um ihren Kopf im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu gebrauchen. So entwickelten sie zum Beispiel Methoden, um sich Informationen besser einprägen zu können. Diese Fähigkeit war für die Menschen damals ohne Post-its und Blackberrys genauso wichtig wie für uns heute. Denn auch sie studierten, lehrten und mussten Reden halten.

Die Mnemotechniken
Seit dem ist die Zahl solcher Merktechniken, die auch Mnemotechniken genannt werden, stark angestiegen. Meist basieren diese auf Assoziationen, also auf den Verknüpfungen, die zwei unterschiedliche Gedankengüter miteinander aufbauen. Darunter fällt auch die Technik der Zahlenkodoerung. Ein weiterer Fakt, der bei Mnemotechniken eine große Rolle spielt, ist das bildliche Vorstellen solcher Verknüpfungen, denn wenn wir uns einem solchen kreativen Prozess hingeben und uns etwas sehr bildhaft vorstellen, können wir es uns im Folgenden besser merken. Begriffe, Fakten und Sachverhalte werden somit ihrer Abstraktheit entbunden und können besser verstanden werden.

Eins und eins macht zwei
Aber nicht immer ist es von Wichtigkeit, sich Begriffe zu merken. Auch Zahlenreihen muss sich der Mensch täglich einprägen. Ob es um einfache Haus- oder Telefonnummern geht, oder um komplizierte Zahlenreihen einer Rechnung - sich Ziffern zu merken, fällt manchen Menschen schwer, anderen eher leicht. Hilfreich ist es, bestimmte Methoden anzuwenden, um sich diese Zahlenreihen zuverlässig gut zu merken. Eine davon ist die Zahlenkodierung, die auch bei sogenannten Gedächtniswettbewerben zum Einsatz kommt.

Das Kodierungssystem
Bei der Methode der Zahlenkodierung wird vorerst ein bestimmtes Kodierungssystem erstellt, das den einzelnen Zahlen oder Zahlenkombinationen Bilder, Buchstaben oder Gegenstände zuordnet. So kann sich eine Geschichte um diese Zahlen ausgedacht werden, die sich weiterhin auch bildlich vorgestellt wird. Bei dem Wiederaufrufen der Zahlen wird dann die Geschichte im Kopf dekodiert. Diese Methode mag zwar sehr aufwändig erscheinen, jedoch macht hier Übung den Meister. Wer sein eigens erdachtes Kodierungssystem am Tag ein paar Mal anwendet, wird merken, wie schnell sich das Gehirn die gewohnten Denkmuster einprägt und immer schneller abrufen kann. Auch wenn das Erstellen dieses Codes im Vorfeld ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, so wird der Anwendende schon bald mit einer höheren Denkleistung und Konzentrationsfähigkeit belohnt werden.