Zahlungssysteme – eine Übersicht

Die Zahlungssysteme haben sich scheinbar dem Fortschritt der technischen Möglichkeiten angepasst. Tatsache ist, sie sind nur vielfältiger geworden.


Das bekannteste aller Zahlungssysteme ist das Tauschgeschäft. Als sich dieses System zu entwickeln begann, bestand die Währung aus Naturalien, Werkstoffen und Dienstleistungen. Wer einen Sack Mehl benötigte, tauschte dagegen den Bau einer Tür oder einen Korb Obst. Münzen als Zahlungsmittel wurden etwa 2000 v Chr. erstmals im asiatischen Raum und erst 1500 Jahre später im europäischen Raum genutzt. Die Entwicklung ging nach der Erfindung des Drucks zu Papiergeld und Schuld- oder Pfandbriefen über. Banken und Industrielle kreierten nach und nach weitere Mittel und Systeme. Wechsel, Wertpapiere, Anleihen und Schatzbriefe gehören dazu. Die fortschreitende Technik ließ neue Bezahlsysteme entstehen. Da nicht alle Regionen der Erde den gleichen Entwicklungsstand haben, existieren selbst die ältesten Zahlungssysteme parallel neben den hochmodernen.

Die gängigsten Zahlungssysteme heute

Ausgehend von einer technisch modernen Gesellschaft wird immer mehr mit sogenanntem Plastikgeld bezahlt. Die nächste Evolution, die Bezahlung über Ausweis-Chips und Smartphones ist bereits in den Startlöchern. Die Entwicklung schreitet dabei so schnell voran, dass sie sich selbst überholt. Viele Menschen misstrauen noch immer der Kreditkarte oder der EC-Karte und zahlen lieber mit echtem Geld. Dass man in ersten Versuchen bereits mit dem Handy seine Tankfüllung bezahlen kann oder Software für PCs und Smartphones, ist für solche Ohren reine Science-Fiction. Selbst aufgeschlossene Menschen haben Probleme die aktuelle Vielfalt der Zahlungssysteme zu überblicken. Nach wie vor kann außer mit Bargeld per Scheck bezahlt werden. Dieses Zahlungsmittel ist unterteilt in verschiedene Arten. Verrechnungsscheck, Barscheck oder Überbringerscheck sind einige davon. Jede Scheckverwendung hat ihre eigenen Bestimmungen. Wechsel, Tratte und Schuldscheine gehören zu Zahlungssystemen, die künftigen Geldeingang in Aussicht stellen, eine Art Bezahlversprechen oder Geldersatz. Zur Gruppe der bargeldlosen Zahlungssysteme gehören Überweisungen, Lastschrifteinzüge und Daueraufträge. Ursprünglich als schriftlicher Auftrag mithilfe eines Formulars bei der Bank eingereicht, übernehmen diese Aktionen internetfähige Programme. Womit Bezahlsysteme mit mobilen oder digitalen Methoden angesprochen sind. Selbst die Zahlung mit Kredit- oder Bankkarten ist nicht mehr vor Ort nötig, sondern wird für Zahlungen im Internet genutzt. Dafür gibt man entweder die benötigten Nummern und Kenndaten ein oder besitzt ein Lesegerät für Magnetkarten und Chips. Abgesichert werden diese Zahlungssysteme mit zusätzlichen Geheimnummern wie PINs und TANs. Verschlüsselungstechniken und -geräte setzen diese Systemen die Krone auf.

Wo geht es hin mit den Zahlungssystemen?
Kaum ein neues Handy oder Smartphone ist heute ohne Zugangsmöglichkeit zum Internet ausgerüstet. Verschlüsselte Verbindungen gehören zu neuen Standards bereits dazu. Entsprechend kann man Bankgeschäfte schon mit dem Handy erledigen. Für die nächsten Jahre darf man auf den Ausbau der Handybezahlsysteme warten. Möglicherweise werden diese mit Sicherheitsfunktionen wie Trust-Center, die auch seriöse Online-Shops einsetzen, und verbesserter Verschlüsselung kombiniert. Erste Ansätze könnten der Scan des Fingerabdrucks oder der Netzhaut sein. Login-Systeme für PCs, die nach diesem System verfahren, gibt es schließlich schon länger auf dem Markt. Falls Ausweis-Chips sich eines Tages als sicher genug erweisen, könnte man damit ebenfalls alle Rechnungen bezahlen, da über den Chip automatisch der Befehl zum Transfer zwischen den Bank-Konten ergehen kann.