Zahncreme in der Kritik

Die bis heute umstrittensten Inhaltsstoffe jeder Zahncreme sind Fluoride und Tenside.


Es kommt immer wieder die Frage auf, ob bestimmte Inhaltsstoffe in Zahncremes nicht doch eher schaden als nutzen. Leider wird von Zahnärzten kaum darauf hingewiesen, dass nicht jeder Stoff in einer Zahncreme grundsätzlich unbedenklich ist und fortwährend wissenschaftliche Diskussionen um deren tatsächliche Wirkung bestehen.

Die aggressive Reinigungskraft der Tenside
Das in der Kosmetikindustrie am häufgsten eingesetzte und billigste Tensid ist Natriumlaurylsulfat (NLS). Es dient in Kosmetika als Reinigungskompotente, Schaumbildner und Emulgator. Seit einigen Jahrzehnten ist es schon als das am stärksten hautreizende Tensid und Allergen bekannt, das sich reizend auf die Schleimhäute auswirkt und allergische Reaktionen auslösen kann. Tenside begünstigen auch die Rückbildung vom Zahnfleisch (Paradontose), da sie eiweißabbauend wirken. Bereits in den siebziger Jahren ergab eine Untersuchung, dass mit NLS behandelte Zähne empfindlicher auf verdünnte Säure reagieren, als unbehandelte.

Fluorid – ein Zahnhärter oder Kalziumfresser?
Die Wirkung von Fluorid auf die Zähne als Kariesprophylaxe erklärt sich dadurch, dass es sich auf die äußere Schicht der Zähne legt. So ist das Zahnkalzium vor Abrieb durch Säuren geschützt. Zur Verhinderung von Karies wird auch die giftige Eigenschaft genutzt. Die Tatsache nämlich, dass Fluoride auf bestimmte Enzyme hemmend wirken, dämmt das Wachstum von Kariesbakterien ein.
Die Fluoridschicht auf den Zähnen löst sich ebenfalls mit der Zeit, weshalb empfohlen wird, die Zähne täglich damit zu behandeln. Nun handelt es sich bei Fluoriden um Speichergifte, die der Körper nicht ausscheidet, weshalb
naturheilkundliche Zahnärzte eine grundsätzliche Versiegelung der Zähne mit Fluor ablehnen. Nur in speziellen Fällen, wie bei schmerzempfindlichen Zähnen, halten sie den Einsatz zu therapeutischen Zwecken für angebracht.
Ferner steht Fluorid im Verdacht eine Versprödung des Zahnschmelzes und Zahnfleischentzündungen auszulösen und kann bei einer ständigen Aufnahme geringer Mengen zu einer Dentalfluorose (kreidige, fleckige Pigmentierung der Zähne) führen.
Tatsächlich wurde bis heute keine Unbedenklichkeit dieses Elementes nachgewiesen, und es wird fortwährend diskutiert, ob die kontinuierliche Einnahme von Fluoriden (angereichertes Trinkwasser, Lebensmittel, Zahncremes) für eine Vielzahl Zivilisationskrankheiten verantwortlich ist.

Mögliche Alternativen
Für Menschen, die nach Alternativen suchen, bieten sich mehrere Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel auf fluoridfreie konventionelle Zahncreme zurückgreifen. Oder man nutzt Zahncremes mit natürlichen Inhaltsstoffen, in denen auf künstliche Tenside, Fluoride und weitestgehend auf chemische Zusätze verzichtet wird. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von fluoridfreiem Zahnsalz (gereinigtes Meersalz), das Putzen mit Lavaerde (pulverförmiges Tonmineral) oder Mineralerde. Diese reinigen allerdings nur über den mechanischen Abrieb und enthalten keinerlei weitere Zusätze.