Zahnersatz aus dem Ausland

Oft ist Zahnersatz imn Ausland erheblich günstiger, da dort die Kosten für Material, Arbeitskräfte und Labor niedriger liegen. Dennoch sollten sich "Zahntouristen" vor der Reise ins Ausland über alle Details informieren, um letzen Endes nicht draufzahlen zu müssen.


Zahnersatz ist eine kostspielige Angelegenheit. Besonders dann, wenn eine über die Standardversorgung hinausgehende Alternative gewünscht wird, lohnt ein Vergleich der Preise unterschiedlicher Anbieter. Mittlerweile sind einige Zahnärzte im Inland dazu übergegangen, ihren Patienten eine Anfertigung von Zahnersatz im Ausland zu empfehlen oder zu vermitteln.

Im Ausland günstiger - aber genauso gut?
Besonders im benachbarten EU-Ausland, aber auch in weiter entfernten Ländern wie Thailand und China kann dieser mitunter weitaus günstiger – unter Umständen 40 bis 70 Prozent des in Deutschland fälligen Preises – hergestellt werden. Grund hierfür sind vor allem die vergleichsweise geringeren Kosten für Löhne, Mieten, Material und Labor. Es ist also nicht gesagt, dass weniger teurer Zahnersatz zwangsläufig mit Qualitätseinbußen einhergeht. 

Zahntourismus
Zahnersatz kann sowohl vollständig im Ausland eingesetzt oder auch – in Zusammenarbeit mit einem deutschen Zahnarzt – lediglich dort hergestellt, hier aber angebracht werden. Bevor man sich zur Behandlung einer Zahnlücke in ein anderes Land begibt – hierfür hat sich bereits der Begriff Zahntourismus etabliert – , sollte man sich gründlich über mögliche Nachteile und Risiken informieren. Denn nicht nur der Preis ist entscheidend. Schwierigkeiten können zum Beispiel auftreten, wenn im Nachhinein Komplikationen auftreten und man möglicherweise zur Nachbehandlung erneut reisen muss. Hierbei kann die Ersparnis sich schnell ins Gegenteil umkehren. Auch über die Gewährleistung an sich und die im angegebenen Preis enthaltenen Leistungen sollte man vorher dringend verbindliche Informationen einholen.

Zuschüsse der Krankenkasse
Für eine notwendige Zahnbehandlung in Ländern des EU-Auslandes und des europäischen Wirtschaftsraumes können – wie in Deutschland – Festzuschüsse von der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland gezahlt werden. Grundlage ist auch hier ein Heil- und Kostenplan in deutscher Sprache, der der GKV vor Beginn der Therapie vorliegen muss. Zu beachten ist, dass im Falle einer Zahnrestauration außerhalb des Bundesgebietes in aller Regel nicht über die Chipkarte abgerechnet werden kann. Sämtliche Kosten müssen zunächst durch den Patienten übernommen werden. Nach Vorlage sämtlicher Rechnungen wird dann im Nachhinein der Anteil der Kasse erstattet. Im Unterschied zum Betrag, der bei einer Behandlung in Deutschland gewährt wird, muss hierbei noch eine gewisse Summe für den erhöhten Verwaltungsaufwand abgezogen werden.