Zahnimplantate: Kosten

Seit dem Jahr 2005 bekommen Patienten, die sich fürZahnimplantate entscheiden, einen Festzuschuss von den Gesetzlichen Krankenkassen. Dieser ist je nach Befundklasse unterschiedlich hoch.


Zahnimplantate gehören zu den kostenintensivsten Möglichkeiten des Zahnersatzes. Denn nicht nur die Fertigung der künstlichen Zahnwurzeln ist komplex und teuer. Mit einem bloßen Implantat lässt sich zunächst gar nichts anfangen. Es wird immer zusätzlich ein Zahnersatz notwendig. Die Kombination aus beidem ergibt dann die Kosten für diese Behandlung. Nur den Preis anzugeben, den ein Implantat kostet, ist daher nicht zweckmäßig.
 
Festzuschüsse
Bis 2004 war diese Art des Zahnersatzes weder im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen vorgesehen, noch wurde sie in irgendeiner Weise durch diese bezuschusst. Der gesamte Betrag musste durch den Patienten privat abgerechnet und gezahlt werden. Das hat sich 2005 geändert. Es werden grundsätzlich Festzuschüsse von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt, die sich nach dem jeweiligen Befund richten. Unerheblich ist zunächst, welches Mittel der Therapie dabei zum Einsatz kommt. Der feste Satz bemisst sich an dem jeweils für eine bestimmte Zahnsituation angemessene und wirtschaftliche Behandlung und deren durchschnittlichen Kosten in der Vergangenheit. Die Hälfte dieses Betrages ergibt den Festzuschuss.

Zuschuss bei bestimmter Diagnose 
Damit überhaupt Gelder der GKV beansprucht werden können, ist eine bestimmte Diagnose notwendig. Besteht diese in einem Einzelzahnverlust, so sieht die sogenannte Standardversorgung eine Metallbrücke vor. In einem solchen Fall kann eine Behandlung unter Umständen auch mit Implantaten erfolgen. Für diese selbst zahlt die Krankenkasse keinen Zuschuss, wohl aber zu dem sogenannten implantatgestützten Zahnersatz, also dem auf den Implantaten angebrachten Kronen oder Brücken. Dieser kann beispielsweise für ein Implantat im vorderen Seitenzahnbereich, auf dem eine Krone angebracht wird, 273,30 Euro betragen. Dies ist der Betrag, der auch für eine Metallbrücke erstattet werden würde, beinhaltet also den Festzuschuss nach Befundklasse 2.1 (Zahnbegrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn). Unter Umständen kann ein weiterer Zuschuss der Krankenkasse zu einer notwendigen Teilverblendung gestattet werden. Im Frontzahnbereich ist der Zuschuss der Kasse etwas höher, da im sichtbaren Bereich eine optisch ansprechendere Lösung von Nöten ist.

Bonusheft führen
Bei nachweislich regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt – der Beleg geschieht über das sogenannte Bonusheft – kann sich der Festzuschuss für Zahnimplantate um einen weiteren festen Prozentsatz erhöhen.