Zahnimplantate

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer verpflanzt werden.


Bei jeder Implantation wird – der Wortbedeutung nach – etwas eingepflanzt. Bei Zahnimplantaten ist dies eine künstliche Zahnwurzel. Diese Behandlung kann sinnvoll sein, wenn die natürliche mitsamt dem Zahn verlorengegangen ist. In einem solchen Fall stellt das Zahnimplantat eine Behandlungsmöglichkeit dar, die die Verschiebung des restlichen Zahnbestandes durch die Ausfüllung der entstandenen Lücken verhindern kann.
 

Alternative  Zahnimplantate

Dabei ist diese Zahnimplantate Therapie eine Alternative zur Versorgung mit Brücken oder Prothesen, die an den angrenzenden Zähnen befestigt werden. Der Begriff Implantat bezieht sich dabei ausschließlich auf die Ersatzwurzel, nicht jedoch auf den darauf angebrachten Zahnersatz. Dieser ist zusätzlich immer erforderlich, Implantate kommen immer in Kombination vor. Neben Kronen können sie auch Kronen oder Brücken als Halt dienen. Zahnimplantate werden im Kieferknochen verankert. Da es sich hierbei um eine erzwungene Verbindung organischen Materials mit anorganischem handelt, ist es grundsätzlich möglich, dass die Therapie mißlingt. Dass das Implantat sich mit dem Kieferknochen verbindet, ist wichtig, damit der Halt des daraufsitzenden Zahnersatzes. Erzwungen werden kann dies jedoch nicht.
 

Einpflanzung erfolgreich?
Ähnlich vielen Transplantationen zeigt sich auch hier erst im Laufe einiger Zeit, ob die Einpflanzung erfolgreich war oder der Stoff vom Körper nicht wirklich angenommen wird. Besonders gefährdet sind Menschen, deren Durchblutung durch Diabetes, starkes Rauchen oder andere Erkrankungen gestört ist. Denn ein guter Blutzufluss zum Kieferknochen ist ein wichtiger Faktor für ein gutes Anwachsen.
 

Behandlung
Die Behandlung findet in aller Regel unter örtlicher Betäubung statt. Dabei wird eine entsprechende Vertiefung in den Kieferknochen gebohrt in der jeweils notwendigen Tiefe und Breite, die das Implantat erfordert. Anschließend wird dieses in die Perforierung eingeschraubt und die Schleimhaut darüber zugenäht. Nun ist Geduld erforderlich, denn bevor weitere Schritte unternommen werden können, muss abgewartet werden, wie sich das Anwachsen gestaltet. Dieser Vorgang kann etwa drei, bei Implantaten im Oberkiefer sechs Monate in Anspruch nehmen. In der Zwischenzeit wird ein Provisorium auf die künstliche Wurzel aufgebracht, um das Kauen zu erleichtern. War die Implantation erfolgreich, kann in einem letzten Schritt der jeweils gewünschte Zahnersatz – je nach Art – aufgesteckt oder –geschraubt werden.Die Kosten sind relativ hoch und werden höchstens von der Krankenkasse bezuschusst.