Zahnpflege unterwegs: Sich gesund kauen

Auch wenn man keine Zahnbürste dabeihat, sollte man auf die Zahnpflege unterwegs Wert legen.


Kennen Sie das auch? Sie genießen Ihre Mittagspause beim Italiener und laben sich an einer leckeren Salamipizza, in Gedanken sind Sie aber bereits bei dem Zahnarzttermin, der im Anschluss folgt. Da man dem Mann in Weiß nicht unbedingt mit Essensresten in den Beißerchen gegenübertreten möchte, hilft nur eins: vorher Zähne putzen. Aber was ist, wenn man diese, ausgerechnet heute, zuhause vergessen hat? Kein Problem, denn Zahnpflege unterwegs geht für den Notfall auch ohne Zahnbürste.

Xylit - Wunderwaffe gegen Karies
Die Wunderwaffe gegen Karies heißt Xylit. In den 1970ern entdeckten finnische Forscher die antikariöse Wirkung dieses Zuckeraustauschstoffes. Diese Wirkung konnte in Studien sogar wissenschaftlich belegt werden. Doch was ist Xylit überhaupt? Der hauptsächlich als süßer Zuckerersatz verwendete Stoff ist ein Zuckeralkohol, der natürlich in verschiedene Gemüsesorten vorkommt, in der Industrie wird er meist aus Resten von Maiskörnern erzeugt. Xylit fördert, nach dem Essen eingenommen, die Regenerierung des Zahnschmelzes. Zudem hemmt er Bakterien, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind.

Zahnpflegekaugummi
Zahnpflegekaugummis sind eine beliebte Wahl, wenn schnell der Atem aufgefrischt werden soll oder Essensreste fortgespült werden sollen. Das in ihnen enthaltene Xylit ist eine effektive Kariesvorbeugung, die Kaubewegung regt die Speichelbildung an, sodass Salami und Spinat wirksam weggespült werden. Zwar fördert auch jeder herkömmliche Kaugummi die Speichelbildung, jedoch fehlt der wichtige Stoff Xylit.

Kaubare Zahnbürsten
Die auch als Mini-Zahnbürsten bekannten Produkte sind der ideale tägliche Begleiter und können immer dann eingesetzt werden, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist. Dabei handelt es sich um kleine Kunststoffborsten, in deren Zwischenräumen sich ein zahnreinigendes Pulver befindet. Dieses besteht aus Xylit, Polydextrose, verschiedenen Aromen und Wasser. Man findet sie in speziellen Automaten, die in Restaurants, Bars oder Kinos stehen. Die kleinen Borsten werden in einer wenigen Zentimeter großen Plexiglaskugel aufbewahrt, werden sie benötigt, werden sie einfach in den Mund gesteckt und ein paar Minuten lang gekaut. Danach werden sie ausgepuckt und entsorgt.
Die Idee der Mini-Zahnbürste geht auf einen holländischen Zahnarzt zurück, in den 90er Jahren griff der Brite Jim Drew die Idee auf und führte das Produkt erstmals in England ein.
Kaubare Zahnbürsten funktionieren ähnlich wie die beliebten Zahnpflegekaugummis, sind jedoch kein Ersatz zur klassischen Zahnbürste. Sie sind wirkungsvoller als die Kaugummis, da die mithilfe der Borsten auch die Zwischenräume reinigen können.

Mobiles Zahnpflegeset
Wer es doch klassischer möchte, vertraut auf mobile Zahnbürsten, die nach Gebrauch einfach zusammengesteckt und leicht verstaut werden können. Zusammen mit einer Probepackung Zahnpasta passt diese Zahnpflegeset in jede noch so kleine Tasche. Haben Sie keine Scheu, ins Bad beim Arbeitgeber zu gehen und sich der Pflege Ihrer Zähne zu widmen. Auch wenn Sie schräg angeguckt werden, sind Sie auf der sicheren Seite – denn Ihr strahlendes Lächeln sagt, dass Sie alles richtig machen.

Weitere Maßnahmen für die Zahnpflege unterwegs
Grundsätzlich sollten Sie, wenn keine Zahnbürste verfügbar ist, auf zucker- und säurehaltige Lebensmittel verzichten, da diese stark den Zahnschmelz angreifen. Außerdem sollten Sie zwischen den Mahlzeiten viel trinken.