Zeckenbiss beim Hund: Welche Folgen kann das haben ?

Ein Zeckenbiss beim Hund kann die Ursache von schweren Erkrankungen sein - vorbeugende Maßnahmen helfen daher den geliebten Vierbeiner zu schützen.


Zecken oder auch Gemeine Holzböcke sind Spinnentiere, die sich und ihre Brut von Blut ernähren. Sie lieben feucht-warme Umgebungen und leben bevorzugt auf Grashalmen, Buschwerk und im Unterholz. Dort warten sie geduldig auf ihre Beute. Kommt ein potenzieller Wirt vorbei, lassen sie sich einfach auf ihn fallen oder von ihm abstreifen. Das betrifft besonders den Hund; streift er doch gerne über Wiesen und durchs Unterholz. Ein Zeckenbiss beim Hund kann schwere gesundheitsgefährdende Risiken bergen. Er muss rechtzeitig behandelt werden und am besten ist er zu vermeiden.

Lauernde Gefahren

  • Ein Zeckenbiss beim Hund wird meistens nur durch sein intensives Kratzen bemerkt. Die Reaktion erfolgt, weil die Zecke bei einem Biss blutgerinnungshemmende Sekrete in die Wunde injiziert, angereichert mit betäubenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen. Oftmals bleibt der lästige Gast tagelang unbemerkt und saugt sich mit Blut voll, bis er sich vom Wirt fallen lässt.
  • Die mögliche Krankheit, die durch Zecken übertragen wird, ist die äußerst gefährliche „Borriolose“. Die Symptome der Bakterienkrankheit sind nicht eindeutig, da sie schleichend verläuft. Zu Beginn kommt es häufig zur „Wanderröte“ an der Bissstelle und der Erreger breitet sich aus. Zeigt der Hund längere Zeit beispielsweise unklare Bewegungen, Bewegungsunsicherheiten und Lustlosigkeit ist eine mögliche Borreliose wahrscheinlich. Spätere Stadien sind Hirnhautentzündung, Lähmungen, Gelenkbeschwerden und Nierenentzündung.

Vorbeugung ist der beste Schutz

  • Um einen Zeckenbiss beim Hund zu vermeiden, sollten zeckenverseuchte Gebiete vermieden werden. Sie lassen sich im Internet oder beim Tierarzt erfahren. Durch ihre rotbraunen Farbe und einer Größe von drei bis vier Millimeter sind die Zecken beim vierbeinigen Liebling auszumachen. Am besten das Fell nach jedem Sparziergang durchbürsten und absuchen.
  • Ist ein Parasit entdeckt, muss er mit einer dafür speziellen Zange entfernt werden. Hat sie sich aber bereits festgebissen ist Vorsicht geboten! Sie wird dicht an der Bissstelle gepackt und zügig senkrecht herausgezogen, bevor sie ihr schädliches Sekret in die Haut injizieren kann. Selbstverständlich kann der Parasit auch vom Tierarzt entfernt werden.
  • Eine vorbeugende Behandlung, zumindest während der Haupt-Zeckenzeit (März bis Oktober), ist der beste Schutz. Es sind verschiedene Mittel beim Tierarzt erhältlich. Die sogenannten Spot-On-Präparate träufelt man auf die Haut an Schwanzwurzel und Nacken. Innerhalb von 24 Stunden breitet sich das Kontaktgift über die gesamten Hautoberfläche aus und schützt circa vier Wochen.

Symptome von Erkrankungen, die durch einen Zeckenbiss beim Hund erfolgen, erfordern eine tierärztliche Behandlung. Es gibt gute Erfolge durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung.