Zelltherapie

Eine relativ neue Therapie in der Rheumabehandlung ist die Zelltherapie. Hierbei werden mithilfe von Exosomen die entzündlichen Prozesse in den Gelenken gestoppt.


Die Zelltherapie zielt darauf ab, die für die Entzündung verantwortlichen körpereigenen Zellen zu erkennen und nur diese gezielt auszuschalten. Mit Hilfe von sogenannten Exosomen ist es Wissenschaftlern gelungen, auf Entzündungsprozesse in den Gelenken positiv Einfluss zu nehmen.

Exosome
Exosome sind winzig kleine Partikel – man spricht in diesem Zusammenhang auch von Nanoteilchen – die aus den weißen Blutkörperchen des Patienten gewonnen werden. Die weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, sind verantwortlich für die Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Strukturen.

Anti-entzündliche Wirkung
Spezialisten für molekulare Orthopädie sind davon überzeugt, dass das erkrankte Immunsystem mithilfe der Exosomen wieder in die Lage versetzt wird, körpereigene gesunde Zellen von fremden und kranken Zellen zu unterscheiden. Entzündungsherde können sich dadurch wieder zurückbilden. Die anti-entzündliche Wirkung von Exosomen ist Medizinern seit 2006 bekannt. Seitdem findet die neue Behandlungsmöglichkeit für Rheuma zunehmende Beachtung in Fachkreisen. Hohe Verbreitung hat die Zeltherapie jedoch noch nicht gefunden.