Ziersträucher: Je nach Art auch für den Winter geeignet

Attraktive Ziersträucher bringen Farbe und zarte Blüten in unseren Garten, selbst in tiefem Schnee.


Dekorative Sträucher finden in vielen unterschiedlichen Varianten Verwendung in Parks und Gärten. Sie verbinden optisch Bäume mit niedrigeren Blumenrabatten oder schaffen Sichtachsen in andere Bereiche unseres Gartens. Allseits beliebt sind Blütensträucher, die uns im Frühjahr oder Sommer mit ihrer Blütenpracht erfreuen. In der kalten Jahreszeit überzieht Väterchen Frost die Zweige von Ziersträuchern mit Raureif. Dies lässt sie dann geheimnisvoll in der Wintersonne glitzern. Oder tief verschneit, versetzen sie uns in einen wahren Wintertraum. Aber auch an eher grauen Wintertagen können viele Sträucher mit attraktiven Details aufwarten. Ob als immergrüne Hecke oder blütentragendender Blickpunkt, man hat die Qual der Wahl. Gern werden attraktive Winterzweige zu Dekorationszwecken verwendet. Dabei kommen neben den Ästen auch Blütenzweige und Früchte zum Einsatz.

Immergrüne Ziersträucher
Eine große Gruppe bilden die Immergrünen Sträucher. Ein zauberhafter, bis zu zwei Meter hoch werdender Strauch ist die Lavendelheide (Pieris). Vom Spätwinter an trägt er weiße Blütenrispen. Wunderbar leuchten auch die roten Beeren der Stechpalme (Ilex aquifolium). Dieser Zierstrauch eignet sich, aufgrund seiner Höhe von vier bis sechs Metern auch gut als Solitär. Seine, je nach Sorte, panaschierten Blätter, bilden einen zusätzlichen Blickfang. Ebenfalls mit wunderschön gezeichnetem Blattwerk, kann auch die Ankube (Ancuba japonica) aufwarten.

Winterblüher
Neben den im zeitigen Frühjahr blühenden Klassikern, kann auch die Winterblüte (Chimonanthus praecox) mit Blüten im Schnee aufwarten. Der Schneeball (Viburnum x bodnantense) dagegen, zaubert rosa Blüten vom Herbst bis zum Frühjahr und wird bis zu drei Meter hoch. Auch die Zaubernuss (Hamamelis x intermedia) blüht mitten im tiefsten Winter. Ein weiterer, sehr hübscher, zierlicher Zwergstrauch ist die Schneeheide (Erica carnea). Sie schmückt sich mit zarten weißen Blütenglöckchen bis zum Frühjahr.

Beerentragende Ziersträucher
Zahlreiche Sträucher tragen während der Wintermonate Beeren oder Hagebutten. Wer gern heimische Vögel in seinem Garten hat, sollte sich für Ziersträucher mit Winterbeeren entscheiden. Sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle für unsere gefiederten Freunde. Die meisten Wildrosenarten wie zum Beispiel die Essigrose (Rosa Gallica var. officinalis) oder die Weinrose (Rosa rubiginosa) erfreuen uns nicht nur im Frühsommer mit traumhaften Blüten, im Winter tragen sie zahlreiche Hagebutten, die man sogar für Trockengestecke nutzen kann. Auch der sehr groß werdende Feuerdorn (Pyracantha), lässt seine orangeroten Beeren weithin leuchten.

Dekorative Rinde
Einige Ziersträucher zeigen uns im Winter ihre schöne, farbige Rinde. Dabei umfasst der Hartriegel eine große Farbpalette. Die Triebe des Roten Hartriegels (Cornus alba) weisen eine, je nach Sorte in unterschiedlicher Intensität weithin leuchtende, rote Färbung auf. Der weiße Hartriegel (Cornus stolonifera) dagegen prahlt mit gelbgrünen Zweigen. Auch der violette Winteraustrieb der Reifweide (Salix daphnoides), ist eine echte Augenweide und schmückt sich im zeitigen Frühjahr mit silbernen Kätzchen.