Zigarettenrauch: Inhaltsstoffe und Wirkung bei Passivrauchern

Die chemischen Verbindungen des Zigarettenrauchs sind krebserregend und können jegliche Art von Krankheiten hervorrufen.


Rauchen in geschlossenen, öffentlichen Räumlichkeiten ist in Deutschland seit gut drei Jahren gesetzlich untersagt und das auch aus gutem Grund: Passivrauchen kann nämlich der Gesundheit massiven Schaden anrichten. Was den meisten dabei entfällt ist, dass diesbezüglich kaum ein Unterschied zwischen passivem und aktivem Rauchen besteht. Ausschlaggebend ist hierbei nämlich die Inhalation des Zigarettenrauchs selbst, der diverse Krankheiten und Beschwerden erzeugen kann. Mit dem Verbot ist somit ein Versuch unternommen worden, besonders Kinder aber auch Nichtraucher vor dem giftigen Qualm zu schützen.

Inhaltsstoffe
Vielen Rauchern ist gar nicht bewusst, dass eine einzige Zigarette, außer den auf der Verpackung angegebenen Mengen an Nikotin und Teer, auch eine große Menge an Zusatzstoffen enthält, die laut der Tabakkonzerne den Geschmack und die Konservierung der Zigaretten verbessern sollen. Solche Zusatzstoffe sind zum Beispiel Ammoniumchlorid, Glykolverbindungen und Zucker. Diese Stoffe begünstigen jedoch auch die bessere Aufnahme des Nikotins durch den Körper und die Verträglichkeit des Geruchs. Der Zigarettenrauch, der beim Verbrennen des Tabaks entsteht, besteht aus tausenden chemischen Verbindungen von denen die meisten hochgiftig und krebserregend sind. Benzol, Blausäure und Methanal sind nur einige von ihnen. Eine der gefährlichsten dieser Substanzen ist Kohlenstoffmonoxid, weil es sich an das Hämoglobin im Blut bindet und auf diese Weise den Bluttransport stark beeinträchtigt. Da es ein geruchloses Gas ist, kann es vom Raucher geschmacklich nicht wahrgenommen werden.

Krankheiten und Beschwerden
Während das Nikotin den Raucher süchtig macht, verengt es gleichzeitig auch die Blutgefäße, was die richtige Durchblutung und infolgedessen auch den Sauerstofftransport des Körpers negativ beeinflusst. Besonders für Kinder ist diese Wirkung des Rauchs daher höchst gefährlich, da die Sauerstoffversorgung des Körpers mit dessen richtiger Entwicklung und dem Wachstum eng zusammenhängt. Der Entwicklungsprozess der Hirngefäße kann dadurch gehemmt werden. Die Teerstoffe verkleben die Härchen in der Lunge und in den Atemwegen, die für die Reinigung dieser Organe und somit für unseren gesamten Organismus von großer Bedeutung sind. Die Folgen können Lungenkrebs, Kehlkopf-, Mund- und Luftröhrenkrebs sowie chronische Atemwegs- beziehungsweise Lungenbeschwerden sein. Außerdem kann Zigarettenrauch auch Allergien wie Asthma begünstigen. Während bei Frauen Unfruchtbarkeit sowie das schnellere Eintreten der Wechseljahre gefördert werden kann, sind Männer einem erhöhten Herzinfarktrisiko und Schlaganfällen ausgesetzt. Bei Kindern, die den Zigarettenrauch passiv rauchen, können Beschwerden wie häufige Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten.

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