Es gibt circa 40.000 Arten von Zikaden. Die meisten denken, die Zikade sei eine Heuschrecke, vielleicht wegen der Laute, die diese Tiere produzieren. In Wirklichkeit gehören sie aber zur Familie der Wanzen. Die Zikade ernährt sich von Pflanzen. Dazu sticht sie die Pflanze an und saugt Pflanzenteile aus. Durch dieses Anstechen und Aussagen kann sie große Schäden anrichten. Einige Zikadenarten können auch Virosen übertragen. Sind Eier abgelegt worden, so erkennt man kleine weiße oder gelbe Sprenkelungen an Blatt, Nadel oder Rinde. Dafür bevorzugt sie Jungbäume, die noch eine weiche Rinde besitzen. Triebe und Sprossen, die sich nah bem Nest befinden, können dann absterben. Falls Sie beim Berühren der Pflanze Zikaden wegspringen sehen, ist es fast sicher, dass diese angestochen wurden oder vielleicht auch schon Eier abgelegt wurden.
Rhododendronzikade
Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Rhododendronzikade gehört heute zu den weit verbreitesten Zikaden in Europa, so auch in Deutschland. Die Larve ernährt sich vom Pflanzensaft des Rhododendron und die ausgewachsene Zikade laben sich zudem an Linden, Ahorn, Plantanen und Efeu. Diese Art ist also überall dort zu finden, wo Rhododendron angepflanzt ist. Sie wird nur acht bis neun Millimeter groß und ist an ihrer leuchtendgrünen Farbe zu erkennen, mit orangen Flecken versetzt. Auf den Blättern der Pflanze ist sie häufig beim Sonnen zu sehen. Über die Wintermonate bleiben die Eier in den Knospen und im April schlüpfen dann gelbliche Larven. Sie fangen direkt an, die Blattunterseiten anzusaugen wodurch die Blätter fleckig werden. Durch einen Pilz, den die Zikade überträgt, sterben die Knospen des Rhododendron ab und werden braun. Da der Pilz sich nicht mit Fungiziden vernichten lässt, hilft nur die Bekämpfung der Zikaden selbst.
Bekämpfung
Bevor die Zikaden im Hochsommer ihre Eier ablegen können, sollten sie bekämpft werden. In den frühen Morgenstunden sind sie noch sehr unbeweglich und von daher gut mit Schädlingspritzmitteln zu besprühen. Das sollte allerdings nur erfolgen, wenn die Knospen des Rhododendron abgestorben sind und somit ein Befall ersichtlich ist. Wenn nur wenige dieser Insekten die Pflanze besetzt haben, kann man gelbe Leimtafeln aufhängen. Die Tiere werden von der gelben Farbe angezogen und bleiben darauf kleben. So wird ein Befall dezimiert und die Eiablage verhindert. Um ein Ausbreiten des Pilzes zu vermeiden, sollte man anschließend die abgestorbenen Knospen der Pflanze entfernen und vernichten.