Zimmerlinde: Pflege und Tipps zur Vermehrung

Die Zimmerlinde schien eine Zeitlang aus der Mode geratene zu sein, mittlerweile erfreut sie sich wieder aber immer größerer Beliebtheit.


Die aus Südafrika stammende Zimmerlinde (Sparmannia africana), hat ihren botanischen Namen ihrer Herkunft und dem schwedischen Naturwissenschaftler Andreas Sparmann zu verdanken. Sie gehört zu der Familie der Lindengewächse (Tiliaceae) und ist die einzige dieser Art, die im Zimmer gehalten werden kann. Bei der richtigen Wahl des Standortes und der entsprechenden Pflege bekommt sie am Frühlingsanfang weiße Dolden, die einen ganz leichten Duft versprühen.

Mit der richtigen Pflege durch das Jahr

Bei der Wahl des Standortes, sollte man im Vorfeld schon das schnelle Wachstum der Pflanze mit einkalkulieren und ihr deswegen genügend Platz zur Verfügung stellen. Außerdem bevorzugt sie sehr viel Licht, sollte aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Gefahr dass die Blätter verbrennen wäre sonst zu groß.
Gerade im Sommer hat die Zimmerlinde einen sehr hohen Wasserbedarf und muss reichlich gegossen werden. Staunässe sollte allerdings dringend vermieden werden. Während der Wachstumsphase gibt man wöchentlich Dünger mit in das Gießwasser. Ist der Ballen dann vollständig mit Wurzeln durchzogen, sollte sie umgetopft werden.
Das kann bei der schnellwachsenden Zimmerlinde durchaus ein bis zwei Mal im Jahr vorkommen.
Im Winter bevorzugt die Linde einen kühlen Platz und sollte nur noch ganz wenig gegossen werden. Am besten so, dass der Ballen gerade nicht austrocknet. Auf das Düngen und Umtopfen verzichtet man im Winter ganz.

Die gesunde Pflanze und ihre Vermehrung

Die Zimmerlinde hat von Natur aus saftig grüne Blätter. Sollten sich die Blätter gelb verfärben, ist dies ein Zeichen von Nährstoffmangel.
Bei Zugluft verliert die Linde gerne ihre Blätter und steht sie im Winter vielleicht doch zu warm, sollte sie regelmäßig auf Schimmel und Läusebefall hin untersucht werden.
Ist die Linde gesund, lässt sie sich in der Regel ganz einfach vermehren.
Dies macht man im Frühjahr mit einem etwa 15 Zentimeter langen Kopfsteckling. Das heißt man schneidet mit einer Schere eine Triebspitze inklusive Stängel und Blätter ab. Dieser wird dann, nachdem man die unteren Blätter entfernt hat, entweder in ein Glas Wasser gestellt oder in ein leicht feuchtes Gemisch aus Torf und Sand gesteckt. Hier haben die Stecklinge dann die Möglichkeit eigene Wurzeln zu entwickeln. Wenn das geschehen ist kann die Jungpflanze in einen eigenen Topf gepflanzt werden und wie ihre älteren Artgenossen weiter kultiviert werden.