Zimmerpalmen: Auswahl und Pflege

Die Auswahl an Palmen ist groß, aber nur wenige werden als Zimmerpalme gehalten; damit die Palme sich wohlfühlt, sind einige grundlegende Tipps in der Pflege zu beachten.


Zimmerpalmen wachsen sehr langsam. Man muss sich oft mit zwei bis vier Wedeln pro Jahr zufriedengeben. Selbst ein vernachlässigen der Pflege nehmen die meisten Palmen nicht gleich übel und sind deswegen auch für Anfänger oder Menschen, die öfters mal das Gießen vergessen, die idealen Pflanzen für die Wohnung. Sie verlieren zwar durch die mangelnde Pflege etwas an ihrem schönen Aussehen, denn die Blattspitzen trocknen ein. Dennoch ist ganz wichtig zu beachten, dass eine Zimmerpalme niemals geschnitten werden darf, egal wie hoch sie gewachsen ist. Das liegt daran, dass Zimmerpalmen nur einen Vegetationspunkt haben. Wird dieser abgeschnitten, wächst die Palme nicht mehr weiter. Nur in ganz seltenen Fällen entwickelt sich ein seitlicher Austrieb. Außerdem ist bei der Pflege zu beachten, dass Palmen das Licht lieben. Am Besten kommen sie also mit Platz in direkter Sonneneinstrahlung klar. Im Sommer kann die Zimmerpalme auch in den Garten an einen windgeschützten Platz gestellt werden. In den Wintermonaten tritt bei den Palmen eine Vegetationspause ein, das heißt, es wachsen auch keine neuen Wedel. Das Gießen wird eingeschränkt, denn sonst würde die Erde rasch faulen.

Weitere wichtige Pflegetipps
In den Sommermonaten sollten Palmen, wenn sie den Winter über in licht armen Verhältnissen gestanden haben, nicht sofort der prallen Sonne ausgesetzt werden. Durch die UV-Strahlen würden die Pflanzen einen „Sonnenbrand“ bekommen. Daher müssen die Zimmerpalmen zwei Wochen lang ganz langsam an die Sonne gewöhnt werden, das heißt, die Palme sollte tagsüber etwas Schutz durch eine Jalousie bekommen. Nach dieser Zeit kann die Pflanze dann in das direkte Sonnenlicht gestellt werden.
Zimmerpalmen aus tropischen und subtropischen Gebieten wachsen bei normalen Zimmertemperaturen am Besten. Allerdings sollten sie nicht Temperaturen unter 14 Grad Celsius ausgesetzt werden. Einige Arten wie zum Beispiel der Phoenix, die Livistona oder die Washingtona kommen in den Wintermonaten auch mit kälteren Temperaturen klar. Winterharte Palmen, die im Garten stehen, sollten unbedingt vor Frost geschützt werden.
Palmen haben außerdem einen unterschiedlichen Wasserbedarf. Genaues ist immer in der Pflegeanleitung zu finden. Generell gilt aber für alle Palmen, dass sie während der Wachstumszeit kräftig gegossen werden müssen und das überflüssige Wasser im Übertopf nach 20 Minuten abgegossen werden muss, sonst würden die Wurzeln zu faulen beginnen. Bevor wieder neu gegossen wird, sollte die oberste Erdschicht immer etwas angetrocknet sein. An heißen Tagen kann das alle zwei bis drei Tage sein.

Große Auswahl an Zimmerpalmen
Ein besonders schönes Exemplar ist die Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus). Hier bildet sich die endgültige Krone aus vielen dünnen Stämmchen. Die Yucca-Palme ist wohl die bekannteste Palme in deutschen Haushalten. Danach folgt gleich die Kentiapalme mit ihren langen filigranen Wedeln. Hier werden aber sehr schnell die Blattspitzen braun. Die Auswahl an Zimmerpalmen ist riesengroß. Am Besten lässt man sich in einem Fachgeschäft beraten.