Zimmerpflanzen düngen und mit Nährstoffen versorgen

Damit sie lange gesund und vital bleiben, muss man Zimmerpflanzen düngen. Dafür gibt es unterschiedliche Produkte.


In der Natur lebende Pflanzen haben es leicht: Wenn sie ausgehungert nach Nährstoffen sind, strecken sie ihre Wurzeln aus und holen sich so, was sie brauchen. Im Blumentopf ist dies nicht möglich, denn dort geht es ja bekanntlich enger zu. Damit Ihre Zimmerpflanzen auch im heimischen Wohnzimmer alle Mineralien und Spurenelemente erhalten, die sie brauchen, um gesund und stark zu bleiben, sollte künstlich Dünger zugeführt werden.

Warum Zimmerpflanzen düngen?
Wenn Ihre Pflanzen gesund bleiben und zudem noch in den wunderschönsten Farben erblühen sollen, ist eine regelmäßige Düngung einfach unerlässlich. Wenn Sie eine Zimmerpflanze neu kaufen, ist die Erde zwar noch angereichert mit jeder Menge Nährstoffe, diese sind jedoch nach einigen Wochen aufgebraucht.
Wichtig für die Pflanzengesundheit sind vor allem die Mineralien; hier zu nennen sind Stickstoff (N), Kali (K) und Phosphor (P). Stickstoff in Form von Nitraten ist für die Bildung des grünen Pflanzenfarbstoffs (Chlorophyll) wichtig. Auch das Wachstum der Blätter und Triebe wird begünstigt. Starke Wurzeln bekommt die Pflanze mit Phosphor in Form von Phosphorsäure und Phosphaten. Kali schließlich spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Blüten und Früchten. Spurenelemente sind zwar nicht so elementar wie Spurenelemente, ein Mangel kann sich jedoch in vermindertem Wachstum zeigen.

Unterschiedliche Dünger
Im Baumarkt und Gartenfachhandel findet der Pflanzenfreund eine schier unerschöpfliche Auswahl an verschiedenen Düngern. Diese sind individuell auf die Nährstoffbedürfnisse der jeweiligen Pflanze abgestimmt, denn natürlich benötigt eine Orchidee eine andere Nährstoffzusammensetzung als Efeu.

Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen Kurzzeit- und Langzeitdünger. Flüssige Dünger sind leicht zu dosieren und werden einmal wöchentlich in die Erde gegeben. Düngerkörner oder –stäbchen hingegen werden in die Erde gebracht, wo sie nach und nach Nährstoffe abgeben. Langzeitdünger sind schwieriger in der Handhabung, sparen bei richtiger Anwendung aber viel Zeit. Profis können ihren Dünger auch selbst zusammenmischen. Dazu sollten die einzelnen Bestandteile in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden. Ideal ist also etwa eine Kombination N-P-K von 8-8-6.

Organischer Dünger besser als Handelsware?
Manche Menschen vertrauen auch auf natürliche Düngemittel wie beispielsweise Kaffeesatz, Tee, Eierschalen- oder Kartoffelwasser sowie Bier. Diese Zusätze schaden der Pflanze zwar in der Regel nicht, die optimale Versorgung stellen sie jedoch nicht dar. Nur eine industriell oder selbst zusammengestellte Mischung der verschiedenen Mineralien erhält Ihre Pflanze auf Dauer gesund.

Zeitraum und Dosierung
Wenn Sie auf gekauften Dünger vertrauen wollen, ist es mit der Dosierung recht einfach, denn der Hersteller gibt klare Anweisungen. Auch hier gilt die Devise: Viel hilft nicht viel, schnell können Sie Ihren Liebling überdüngen. Wer es beim Zimmerpflanzen düngen übertreibt, kann sie so „verbrennen“, das heißt, die Blätter verfärben sich gelb, und fallen ab. Beobachten Sie diese Anzeichen, spülen Sie die gesamte Pflanze mit Wasser und setzen sie in neue Erde.

In der Regel wird ganzjährig gedüngt, nur in den Wintermonaten Dezember und Januar wird ausgesetzt. Meist wird einmal wöchentlich gedüngt, Pflanzenexperten raten jedoch, der Pflanze jeden Tag eine geringe Menge der Nährstoffe zukommen zu lassen, damit sie besser damit umgehen kann. Bei besonderen klimatischen Bedingungen kann es zudem nötig sein, öfter oder mehr zu düngen. Im Sommer benötigen Pflanzen meist mehr Mineralien.