Zimt - Weihnachtliche Versuchung

Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen und als Zimtstange oder gemahlenes Zimtpulver angeboten.


Zimt ist ein sehr altes Gewürz mit Tradition, das schon vor 5000 Jahren  in China als Würzmittel geschätzt wurde. Auf langen Karawanenwegen wurde es nach Europa gebracht und ist mitterlweile auf der ganzen Welt gleichermaßen beliebt. Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen und als Zimtstange oder gemahlenes Zimtpulver angeboten. Für das ätherische Zimtöl werden die Blätter des Zimtbaumes genutzt.

Ist Zimt gesundheitsschädlich?
Zimt wird hauptsächlich zum Würzen von Süßspeisen benutzt, Milchreis ist hier das klassische Gericht. Besonders beliebt ist Zimt als Zutat in Weihnachtsgebäck, wie Zimtsternen. Leider wird im Handel meist Gebäck angeboten, das mit dem preiswerteren Cassia-Zimt gewürzt ist. Dieser, aus China stammende Cassia- Zimt enthält einen hohen Anteil des gesundheitsschädlichen Cumarins, etwa zwei Gramm pro Kilo Zimt. Mehr als 0,1 Gramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht sollte man am Tag nicht zu sich nehmen. Deshalb sollten Kleinkinder nicht mehr als drei Zimtsterne täglich naschen, größere Kinder höchstens sechs Stück. Erwachsene können je nach Körpergewicht zehn bis 15 Zimtsterne verzehren. Auch Milchreis mit Zimt sollte nur einmal wöchentlich gegessen werden. Wer in der Weihnachtszeit gerne backt, sollte Cassia-Zimt sparsam verwenden oder Ceylon  Zimt benutzen. Dieser Zimt aus Sri Lanka enthält weit weniger Cumarin, nämlich nur 0,02 Gramm pro Kilo Zimt.

 

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Zimt als Hausmittel
Zimt ist aber nicht nur in Süßspeisen beliebt, er wirkt sich auch positiv auf den Organismus aus. Die ätherischen Öle des Zimts wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Eine Tasse heiße Milch mit einem Teelöffel Zimt ist ein gutes und mildes Hausmittel für Kinder. Es lindert Übelkeit und Völlegefühl. Auch bei Blähungen und Durchfall hat sich dieses Hausmittel bewährt. Bei Menstruationsbeschwerden wendet man Zimtöl auch äußerlich an. Sanft auf den Unterbauch einmassiert lindert es Muskelkrämpfe.

Interessantes für Diabetiker
Für Diabetiker ist Zimt von besonderer Bedeutung. Er fördert die Wirkung des Insulins, sodass weniger Insulin vom Körper benötigt wird. Amerikanisch-pakistanische Untersuchungen belegen, dass bei Typ-2-Diabetikern nach täglicher Einnahme von Zimtkapseln der Zuckerwert nach 40 Tagen um 29 Prozent sank. Auch auf die Blutfettwerte wirkt sich Zimt positiv aus, da er reich an sekundären Pflanzenstoffen, sogenannten Radikalfängern, ist. Für Sportler und ältere Menschen ist er deshalb ebenfalls interessant.

Zimt gegen Krankheitserreger
Das ätherische Zimtöl Zimtaldehyd wirkt antibiotisch und verhindert so das Wachstum schädlicher Bakterien und Schimmelpilze auf Nahrungsmitteln. Mit Zimt gewürzte Speisen haben deshalb eine längere Haltbarkeit. Wegen dieser antibakteriellen Wirkung wurde Zimt früher bei Schnupfen und Husten angewendet. Es brachte auch Linderung bei Herzleiden und Blutarmut.

Haltbarkeit
Da Zimt von vielen Menschen nur in der Weihnachtszeit benötigt wird ist interessant, ob man nicht verbrauchten Zimt bis zum nächsten Weihnachtsfest aufheben kann. Dazu gilt Folgendes: Zimtstangen sind, trocken gelagert, jahrelang haltbar. Zimtpulver sollte man jedoch bald verbrauchen, da sein Aroma schnell verfliegt. Es sollte möglichst luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Bitte kühl und dunkel lagern.

Ein Tipp zum Schluss
Auch zum Basteln sind Zimtstangen gut geeignet, vor allem in der Adventszeit. Auf gleiche Länge zugeschnitten, können sie mit Heißleim zu kleinen Sternen verleimt werden. Zimtstangen, mit Goldfäden zu kleinen Bündeln gebunden, eignen sich sehr gut zur natürlichen Dekoration von Adventskränzen und weihnachtlichen Tannengestecken.